Washington D.C.

USA fordern Bürger zur sofortigen Ausreise aus weiten Teilen des Nahen Ostens auf

Das Außenministerium im verschneiten Washington D.C. Foto: picture alliance / Middle East Images

Angesichts der anhaltenden Militärschläge und iranischer Gegenangriffe verschärft Washington seine Sicherheitswarnungen drastisch. Das US-Außenministerium rief amerikanische Staatsbürger in mehr als einem Dutzend Staaten des Nahen Ostens dazu auf, die Region umgehend zu verlassen – sofern dies noch möglich ist. Amerikanische Medien, darunter NBC, berichteten.

Die zuständige Staatssekretärin für Konsularfragen, Mora Namdar, veröffentlichte auf der Plattform X einen unmissverständlichen Appell: US-Bürger in Ländern wie Iran, Irak, Jordanien, Libanon und Israel sollten diese Staaten »sofort verlassen« und jede verfügbare kommerzielle Reisemöglichkeit nutzen. Kurz zuvor hatte das Ministerium eine weltweite Sicherheitswarnung ausgesprochen – die erste dieser Art seit dem vergangenen Sommer.

Die Umsetzung des Aufrufs gestaltet sich jedoch schwierig. Mehrere große Flughäfen in der Golfregion – darunter Drehkreuze in Dubai, Abu Dhabi und Doha – wurden von Angriffen getroffen oder vorübergehend geschlossen. Auch der Luftraum über Kuwait bleibt gesperrt. Zahlreiche Fluggesellschaften haben Verbindungen in die Region gestrichen.

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Routine- und Notfalltermine ausgesetzt

Zugleich sind US-Botschaften und Konsulate massiv eingeschränkt. In Bahrain blieb die Botschaft geschlossen, nachdem ein Hotel in der Hauptstadt Manama getroffen worden war. Amerikanische Staatsbürger wurden gewarnt, Hotels zu meiden. In Kuwait wurden Bürger angewiesen, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und Schutz in unteren Stockwerken fern von Fenstern zu suchen. In Jordanien wurde diplomatisches Personal zeitweise wegen einer Bedrohungslage abgezogen. Routine- und Notfalltermine in der Botschaft wurden in mehreren Ländern ausgesetzt.

In Israel ist der Flughafen Ben-Gurion weiterhin geschlossen. Die US-Botschaft in Jerusalem teilte mit, man sei derzeit »nicht in der Lage, Amerikaner zu evakuieren oder direkt bei der Ausreise zu unterstützen«.

Das Außenministerium richtete eine eigene Taskforce ein, um betroffene Staatsbürger zu unterstützen. Dennoch sind die Möglichkeiten begrenzt, da diplomatische Vertretungen ihren Betrieb reduzieren oder ganz einstellen mussten.

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Bündelung von Informationen

Außenminister Marco Rubio betonte in einer Videobotschaft: »Unsere oberste Priorität ist die Sicherheit amerikanischer Bürger überall auf der Welt.« Man arbeite daran, Kontaktmöglichkeiten bereitzustellen und Informationen zu bündeln.

In mehreren Ländern – darunter Bahrain, Katar, Kuwait und Israel – wurde nicht zwingend benötigtes diplomatisches Personal zur Ausreise ermächtigt oder angewiesen. Bereits zuvor war in Libanon entsprechendes Personal abgezogen worden. Für viele Amerikaner vor Ort ist die Lage unübersichtlich. im

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