Gaza

USA erwägen Prämienprogramm für Hinweise auf sterbliche Überreste von Geiseln

Die sterblichen Überreste getöteter Geiseln der Hamas kommen am Sonntag beim Forensischen Institut in Tel Aviv an. Foto: picture alliance / Xinhua News Agency

Die amerikanische Regierung arbeitet an einem ungewöhnlichen Anreizsystem: Palästinenser im Gazastreifen könnten künftig finanzielle Belohnungen erhalten, wenn sie Informationen über die Fundorte der Leichen israelischer Geiseln liefern. Dies berichtet »ynet«.

Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter erklärte dem Bericht zufolge, es werde »Geduld erforderlich sein«, da viele der Toten unter Trümmern oder Blindgängern verschüttet seien. »Niemand wird zurückgelassen. Wir tun alles, um so viele wie möglich zurückzubringen«, sagte der Berater.

Lesen Sie auch

Demnach erwägt die US-Regierung ein offizielles »Rewards Program«, mit dem Bewohner Gazas für nützliche Hinweise belohnt werden sollen. Die Arbeit sei komplizierter als erwartet, hieß es in Washington. Zwei führende Regierungsmitarbeiter räumten ein, dass erheblich mehr Zeit benötigt werde, als zunächst angenommen. Die Hamas habe zugesagt, »alles in ihrer Macht Stehende« zu tun, um die verbliebenen Leichen zu finden und zu übergeben.

Bislang hat die Terrororganisation nach israelischen Angaben die Leichname mehrerer Geiseln übergeben, darunter Daniel Peretz, Yossi Sharabi, Guy Ilouz, Bipin Joshi, Uriel Baruch, Eitan Levy und Tamir Nimrodi. In der Nacht zum Donnerstag kamen zwei weitere Särge hinzu – identifiziert wurden Inbar Hayman und Muhammad al-Atrash. Israel geht jedoch davon aus, dass die Hamas mindestens zehn weitere Leichname lokalisieren könnte. ja

Natur

Die Kraniche sind da!

Im Hula-Tal hat der alljährliche Herbstzug begonnen – Millionen weiterer Zugvögel werden in den kommenden Wochen erwartet

von Sabine Brandes  06.10.2026

Israel

Netanjahu: »Es wird keine Hamas-Herrschaft geben«

Bei dem Gedenken der Opfer des Hamas-Massakers vor drei Jahren droht der Ministerpräsident den an dem Überfall beteiligten Terroristen

 05.10.2026

Terroranschlag

Rückholflüge aus den Emiraten haben begonnen

Aktion beginnt nach der Beilegung eines Streits über Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen von Dubai

von Sabine Brandes  05.10.2026

Luftfahrt

Rücktritt von Transportministerin Regev gefordert

Oppositionspolitiker wollen, dass Miri Regev wegen des »Flydubai-Desasters« Verantwortung übernimmt und ihren Posten räumt

von Sabine Brandes  05.10.2026

Fußball

Irischer Fitness-Trainer wirft Israel Spuckattacke vor

Irland gegen Israel war eine Nations-League-Paarung, die seit der Auslosung für viel Unruhe gesorgt hat. Beim Rückspiel gibt es nun Vorwürfe zu einem extrem unsportlichen Verhalten

 05.10.2026

Shelly Meyer

Kommentar

Wer tatsächlich vom »Judenfetisch« profitiert

150 Juden in Berlin haben mit einem Offenen Brief die Linkspartei unterstützt - das sind etwa 0,4 Prozent der Berliner jüdischen Stimmen. Doch sie könnten für die breite Öffentlichkeit kaum wertvoller sein

von Shelly Meyer  04.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Terror

Held von Flug FZ1073: Jetzt spricht erstmals der Flydubai-Pilot

Der bei dem Messerangriff in einer Flydubai-Maschine von Dubai nach Tel Aviv verletzte Flugkapitän äußert sich zu den Vorgängen im Cockpit. Er berichtet auch, was ihm Mut gegeben hat

 02.10.2026

Nahost

Flydubai-Drama: Auch VAE-Vertreter spricht von Terror

Aus Israel kam schon früh die Einschätzung, dass es sich bei dem Vorfall um einen Anschlagsversuch handelte. Nun äußert sich ein emiratischer Regierungsvertreter ähnlich

 02.10.2026