Jom Haazmaut

Trump erhält Israel-Preis für besondere Verdienste um das jüdische Volk

Präsident Donald Trump Foto: picture alliance / Consolidated News Photos

US-Präsident Donald Trump wird mit dem Israel-Preis ausgezeichnet, der höchsten zivilen Ehrung des Landes. Die Auszeichnung wurde Berichten israelischer Medien zufolge am Mittwoch bei der traditionellen Zeremonie zum Unabhängigkeitstag in Jerusalem bekanntgegeben.

Nach Angaben des israelischen Bildungsministeriums erhält Trump den Preis in der Kategorie »besondere Verdienste um das jüdische Volk«. Überreicht werden soll die Ehrung bei einem persönlichen Besuch des US-Präsidenten in Israel in den kommenden Monaten. Minister Kisch würdigt Trump

Bildungsminister Yoav Kisch erklärte, es gebe derzeit »keine andere Person, die solch außergewöhnliche Leistungen und eine wunderbare Verbindung zum jüdischen Volk verkörpert wie Trump«.

Der 97-jährige Ausnahmekünstler Yaacov Agam erhält ebenfalls den Israelpreis.Foto: copyright (c) Flash90 2026
»Wahrer Freund«

Bei der Feier sagte Kisch weiter, Trump sei seit Jahrzehnten ein wahrer Freund Israels und des jüdischen Volkes. Er habe sich kompromisslos gegen Antisemitismus gestellt. »Sein Name wird in den Annalen unseres Volkes in Erinnerung bleiben.« Der Minister verwies auch auf Trumps Unterstützung Israels während des jüngsten Konflikts mit dem Iran.

Während der Zeremonie wurde ein Video mit wichtigen Stationen aus Trumps Verhältnis zu Israel gezeigt. Dazu gehörten Szenen von der Verkündung der Abraham-Abkommen im Jahr 2020, seine Rede in der Knesset im vergangenen Oktober sowie Treffen mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

Neben Trump wurden zahlreiche Israelis aus Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft ausgezeichnet. Zu den bekanntesten Geehrten zählt der Künstler Yaacov Agam. Das Auswahlkomitee bezeichnete ihn als eine der prägenden Persönlichkeiten der israelischen und internationalen Kunstwelt.

Lesen Sie auch

»Gesellschaftliches Engagement«

Ebenfalls geehrt wurden Schauspieler Gabi Amrani, der Historiker Billy Melman, der Anthropologe Joseph Chetrit sowie mehrere Forscher aus Naturwissenschaften, Mathematik und Medizin.

Für gesellschaftliches Engagement erhielten unter anderem die Pädagogin Adi Altschuler, Vertreter von Hilfsorganisationen sowie der Jerusalemer Arzt Avraham Ribkind Auszeichnungen.

Kisch hatte erklärt, erstmals seit Staatsgründung gehe der Preis an einen Nicht-Israeli. Allerdings wurde bereits 1991 der indische Dirigent Zubin Mehta ausgezeichnet, der viele Jahre das Israel Philharmonic Orchestra leitete. im

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  12.06.2026 Aktualisiert

Gesellschaft

Erste Frau in IDF-Eliteeinheit Sayeret Matkal

Seit 2024 dürfen auch Frauen in die geheimnisvolle Einheit aufgenommen werden. Nun hat erstmals eine Israelin die harte Aufnahmeprüfung bestanden

von Sabine Brandes  12.06.2026

Knesset

Armeedienst und Torastudium sollen gleichgestellt werden

Trotz des Widerstands der Opposition und einiger Koalitionsmitglieder geht der kontroverse Gesetzesvorschlag durch die erste Lesung

von Sabine Brandes  12.06.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Pride Parade findet trotz Sicherheitsbedenken statt

Erstmals seit den Zeiten vor den Hamas-Massakern vom 7. Oktober 2023 kehrt das Großereignis zurück

 12.06.2026

Wehrpflicht

Massenproteste: Charedim legen Verkehr in Zentralisrael lahm

Die Demonstration richteten sich gegen die Festnahme von 19 Wehrdienstverweigerern nach Ausschreitungen vor dem Haus des stellvertretenden Präsidenten des Obersten Gerichts

 12.06.2026

Studie

KI-Modelle reproduzieren antisemitische Vorurteile

Zwei israelische Forscher sagen, ihre Analyse zeige, wie »ein uraltes Vorurteil durch komplexe Muster von Eigenschaftszuschreibungen und kultureller Codierung in modernen technologischen Systemen fortbesteht«

 12.06.2026

Krieg gegen den Terror

Israel bereitet offenbar Vorstoß auf Hisbollah-Hochburg Nabatieh vor

»Die Hisbollah zieht sich zurück, hält aber an der Linie von Nabatieh fest«, sagt ein ranghoher IDF-Offizier

 12.06.2026

Iran

Krieg auf Eis gelegt

Die direkte Konfrontation zwischen Israel und dem Mullah-Regime ist gestoppt. Doch die Spannungen in der Region bleiben unverändert hoch

von Sabine Brandes  11.06.2026

Jerusalem

Bericht: Regierung will Hunderte Millionen für 61 Siedlungen bereitstellen

Nach Informationen des Journalisten Barak Ravid will das Kabinett noch heute über einen Plan abstimmen, der die praktische Umsetzung der Projekte im Westjordanland ermöglichen würde

 11.06.2026