Trotz des Abkommens zwischen den USA und dem iranischen Mullah-Regime hat die Hisbollah israelische Soldaten attackiert. Nach Angaben der israelischen Streitkräfte feuerte die von Iran unterstützte Terrororganisation im Laufe des gestrigen Tages mehrere Geschosse auf IDF-Soldaten im Südlibanon. Die Raketen seien von der Luftabwehr abgefangen worden. Alarm in israelischen Ortschaften habe es nicht gegeben. Die »Times of Israel« und andere israelische Medien berichteten.
Darüber hinaus meldete die Armee weitere Angriffe der Hisbollah, darunter den Abschuss einer Panzerabwehrrakete sowie mehrere Mörsergranaten auf israelische Truppen. Verletzte habe es dabei nicht gegeben.
Die israelische Luftwaffe griff ihrerseits mehrfach Terror-Ziele im Südlibanon an. Nach Militärangaben entdeckten Soldaten in vier voneinander unabhängigen Vorfällen Personen in Fahrzeugen, die sich den israelischen Kräften auf eine Weise genähert hätten, die als unmittelbare Bedrohung eingestuft worden sei. Die Luftwaffe habe daraufhin »alle Bedrohungen präzise« bekämpft.
»Kleines Gespräch«
Libanesische Medien berichteten unterdessen von einem israelischen Angriff auf ein Fahrzeug in Kfar Tebnit. Demnach kam der Fahrer ums Leben. Die Hisbollah erklärte derweil, ihre Kämpfer hätten eine israelische Einheit nahe Kfar Tebnit mit Raketen und Drohnen angegriffen. Ziel sei eine Gruppe aus zwei Merkava-Panzern und einem Pionierfahrzeug gewesen, die sich in dem Gebiet bewegt habe.
Später teilten die Terroristen mit, israelische Verstärkungen mit mehreren Panzern und Fahrzeugen seien ebenfalls mit Raketen und Artillerie beschossen worden. Am Rande des G7-Gipfels in Versailles äußerte sich US-Präsident Donald Trump zu den Kämpfen: »Wir wollen sehen, ob wir die Sache im Libanon in Ordnung bringen können. (...) Es scheint niemals zu enden.« Trump fügte hinzu: »Mit der Hisbollah müssen wir ein kleines Gespräch führen.«
Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter erklärte, die Vereinbarung zwischen Washington und Teheran enthalte keine Verpflichtung Israels zum Rückzug aus dem Libanon. Gleichzeitig sehe das Abkommen jedoch weiterhin eine Waffenruhe vor, die auch den Libanon einschließen solle.
»So lange wie nötig«
Nach einem Bericht des israelischen Fernsehsenders Channel 13 soll es zuletzt ein angespanntes Telefongespräch zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und US-Vizepräsident JD Vance gegeben haben. Demnach habe Vance eine Verringerung der israelischen Militärpräsenz im Südlibanon angeregt, während Netanjahu dies ablehnte.
Auf einer Pressekonferenz bekräftigte Netanjahu am Montagabend, dass israelische Soldaten »so lange wie nötig« in der Sicherheitszone im Südlibanon bleiben würden.
»Iran wollte, dass wir uns von dort zurückziehen. Das ist nicht passiert. Wissen Sie, warum das nicht passiert ist? Unter anderem, weil ich sehr, sehr standhaft geblieben bin. Ich war in dieser Frage sehr entschlossen. Und ich denke, unsere amerikanischen Freunde respektieren diese Entschlossenheit und diese feste Haltung.« im