Jerusalem

Shin Bet zerschlägt Terrorzelle in Ost-Jerusalem

Der französisch-palästinensische Anwalt Salah Hamouri Foto: picture alliance / abaca

Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet und die Polizei haben nach eigenen Angaben eine Terrorzelle in Ost-Jerusalem zerschlagen, die von einem ranghohen Mitglied der palästinensischen Terrororganisation PFLP aus Frankreich gesteuert worden sein soll. Wie die Behörden am Dienstag mitteilten, wurden bereits Ende 2025 fünf Bewohner Ost-Jerusalems festgenommen. »The Jerusalem Post« berichtete.

Im Zentrum der Ermittlungen steht Salah Hamouri, ein PFLP-Aktivist mit französischer Staatsbürgerschaft. Nach Angaben der Polizei soll er die Verdächtigen während mehrerer Treffen in Europa für terroristische Aktivitäten angeworben haben. Zudem habe er ihnen Mobiltelefone zur verschlüsselten Kommunikation übergeben.

Die Sicherheitsbehörden erklärten, Hamouri habe seit seiner Übersiedlung nach Frankreich Kontakte genutzt, um Anschläge in Israel vorzubereiten und lokale Helfer zu rekrutieren. Seine israelische Aufenthaltsgenehmigung war bereits 2022 wegen seiner Beteiligung an Terroraktivitäten entzogen worden.

Lesen Sie auch

Laut Polizei war Hamouri in der Vergangenheit unter anderem in den versuchten Anschlag auf den damaligen sephardischen Oberrabbiner Ovadia Yosef im Jahr 2005 verwickelt. Hamouri arbeitet als Anwalt.

Die Ermittler werfen den Verdächtigen vor, in den Jahren 2024 und 2025 verschiedene Schritte zur Förderung terroristischer Aktivitäten im Raum Jerusalem unternommen zu haben. Gegen zwei der Festgenommenen wurde inzwischen Anklage erhoben.

Ihnen werden unter anderem Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, Finanzierung terroristischer Aktivitäten sowie Verschwörung zu einem Terrorakt vorgeworfen. im

Jerusalem

Deutschland verfünffacht Beitrag für Yad Vashem

Die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel erinnert an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden. Die Bundesrepublik will sich künftig verstärkt an der Finanzierung beteiligen

 07.07.2026

Humantitäre Hilfe

IDF arbeitet mit an Venezuelas Wiederaufbau

Nach den verheerenden Erdbeben entwickelt eine IDF-Delegation mit der Übergangsregierung einen Plan für die zerstörten Regionen. Oberrabbiner Cohen hofft, dass die humanitäre Operation ein erster Schritt zur Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Caracas und Jerusalem sein könnten

von Sabine Brandes  07.07.2026

Jerusalem

Deutschland verfünffacht Unterstützung für Yad Vashem

Außenminister Wadephul und sein israelischer Amtskollege Sa’ar haben auf einer gemeinsamen Pressekonferenz einen Ausbau der Förderung für die israelische Holocaust-Gedenkstätte angekündigt. In den Fragen zu Iran und Libanon herrschte Einigkeit, beim Westjordanland nicht

von Sabine Brandes  07.07.2026

Türkei

Netanjahu warnt die USA vor einem Kampfjet-Deal mit der Türkei

Israel sieht das Gleichgewicht im Nahen Osten gefährdet, sollte es zu einem Deal zwischen der Türkei und den USA kommen

 07.07.2026

Interview

»Ich würde gerne mit Benjamin Netanjahu sprechen«

Der umstrittene Podcaster Ben Berndt schreibt Mediengeschichte. Sein YouTube-Format »Ungeskriptet« erreicht Millionen. Ein Gespräch

von Sven Gösmann, Stella Venohr  07.07.2026

Jerusalem

»Antisemitische Hetze« und »Aufruf zum Völkermord«: Streit zwischen Israel und Türkei eskaliert

Türkeis Außenminister hatte Israel als Problem für die Menschheit bezeichnet, das nicht länger ertragen werden könne

 07.07.2026

USA

Wie Ägyptens Nationaltrainer bei der Fußball-WM Lügen über Israel verbreitet

Politische Botschaften sind während des Turniers eigentlich verboten. Ägyptens Trainer lässt sich davon nicht beeindrucken

 07.07.2026 Aktualisiert

Hintergrund

UNRWA: Die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Israel-Lobby

Eine neue Studie der linksparteinahen Stiftung präsentiert jüdische und pro-israelische Organisationen in Deutschland pauschal als Sprachrohre der Regierung in Jerusalem

von Michael Thaidigsmann  06.07.2026

Jerusalem

Erleichterte Zulassung eingewanderter Psychologen

Im Ausland ausgebildete Psychologen sollen künftig schneller in Israel praktizieren können. Hintergrund ist auch die Krise der mentalen Gesundheit seit dem 7. Oktober

 06.07.2026