Rafael schlägt David. Hoffentlich nicht auf dem Pausenhof, aber beim Geschmack der Eltern auf jeden Fall. Die Stadtverwaltung von Jerusalem hat kurz nach dem Beginn des neuen Schuljahres 2026/27 aufgelistet, welche Namen die Erstklässler in Israels Hauptstadt tragen.
Im allgemeinen Schulsystem steht bei den Jungen der Name Rafael an erster Stelle. Bei den Mädchen ist es Hillel. Letzteres ist ungewöhnlich, denn eigentlich ist Hillel ein männlicher Name. Doch besonders in den letzten Jahren verwischen die Geschlechtergrenzen bei der Namensgebung in Israel zusehends.
In den säkularen Schulen sind die zweithäufigsten Namen bei Mädchen Adelle (oder Adele), gefolgt von Noya. David steht bei Jungen auf Platz zwei, Ariel folgt dahinter.
Im ultraorthodoxen Schulsystem liegt David weiterhin vorn
Im ultraorthodoxen Schulsystem hat bei den Jungen David weiterhin die Nase vorn, er ist der häufigste Name der I-Dötzchen. Mosche ist der zweithäufigste Name, gefolgt von Yehuda und Yosef.
Die meisten Mädchen, die jetzt in die erste Klasse gekommen sind, haben ultraorthodoxe Eltern Sara genannt. Auf Platz zwei und drei folgen Tamar und Yael.
Im arabischen Schulsystem ist der beliebteste Mädchenname Shahm, danach folgen Miriam und Mila.
Bei Jungen steht dort – wie in den vergangenen Jahren bereits – auch wieder Mohammed (oder Mohammad) an der Spitze. Yusef ist der zweithäufigste und Adam der dritthäufigste Name.
Mohammed war 2025 in ganz Israel der häufigste Jungenname
Ein Blick auf Israel als Ganzes ergibt ein etwas anderes Bild. Laut Angaben der Bevölkerungs- und Einwanderungsbehörde war Mohammed im Jahr 2025 mit 1.743 Namen der häufigste Jungenname. Es folgten Yosef (1.274), Adam (1.176), Ariel (1.061) und David (1.036).
Bei den Mädchen war landesweit Abigail mit 1.172 Namen der beliebteste, gefolgt von Miriam (1.010), Libi (856), Tamar (826) und Lia (770).
Betrachtet man nur jüdische Neugeborene, stand Ariel 2025 mit 1.032 Namen ganz oben in der Beliebtheitsskala, gefolgt von Lavi (973), David (970), Rafael (819) und Uri (721). Bei jüdischen Mädchen war Abigail mit 1.160 Babys der häufigste Name, gefolgt von Libi (830), Tamar (817), Yael (726) und Ella (674).
Egal wie die Schülerinnen und Schüler heißen, bei allen herrsche auch in diesem Jahr große Aufregung, wenn sie neuen zum ersten Mal in die Klassenräume gehen und ihre Schullaufbahn im städtischen Bildungssystem beginnen, schrieb die Stadtverwaltung weiter. Insgesamt drücken im neuen Schuljahr 22.385 Kinder die Jerusalemer Schulbänke.
Eins von ihnen ist Hillel Cohen. Ein Mädchen, das ab 1. September die erste Klasse der Schule Ha’Schachar besucht. Stolz ging es am ersten Tag an der Hand ihrer Eltern durch das Schultor. »Ich freue mich sehr auf die erste Klasse und darauf, meine neuen Freunde kennenzulernen«, sagte Hillel. Und ganz besonders darauf, endlich Schreiben zu lernen.»