Jerusalem

Netanjahu: »Vollständige Koordination« mit den USA zu Iran

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Foto: copyright (c) Flash90 2026

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich gelassen zu den jüngsten Entwicklungen bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran geäußert. Von den Fortschritten in den Gesprächen sei er nicht überrascht worden, sagte der Regierungschef am Mittwoch. Zugleich betonte er, zwischen Washington und Jerusalem gebe es eine »vollständige Koordination«.

Nach Angaben Netanjahus stehen beide Regierungen in ständigem Austausch. »Wir stehen in dauerhaftem Kontakt mit unseren Freunden in den USA. Ich spreche fast täglich mit Präsident Trump«, erklärte der Ministerpräsident. Auch die Mitarbeiter beider Seiten seien jeden Tag miteinander in Verbindung – »einschließlich heute«. Später am Abend wolle er erneut mit Trump telefonieren.

Lesen Sie auch

Netanjahu erklärte, Israel und die USA verfolgten dieselben strategischen Ziele. Entscheidend sei aus seiner Sicht, dass sämtliches angereichertes Material aus dem Iran entfernt werde und Teherans Fähigkeit zur Urananreicherung vollständig beseitigt werde.

Gleichzeitig unterstrich der Regierungschef, Israel bereite sich auf unterschiedliche Entwicklungen vor. »Wir sind auf jedes Szenario vorbereitet, und das ist die Anweisung, die ich der Armee und unseren Sicherheitsbehörden gegeben habe«, sagte Netanjahu. Israel sei heute stärker als je zuvor, während der Iran und dessen Verbündete geschwächt seien. im

Nachrichten

Erfrischung, Iran, Design

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  24.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  24.06.2026

Nachruf

Der Mann, der die Farben bewegte

Yaacov Agam, Israels wohl berühmtester Künstler, ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Bekannt wurde der Pionier der kinetischen Kunst vor allem durch seinen Brunnen auf dem Dizengoff-Platz in Tel Aviv

von Sabine Brandes  24.06.2026

Jerusalem

Schin Bet ermittelt wegen Betäubungsmitteln in Babynahrung

Seit einer Woche versuchen das israelische Gesundheitsministerium und die Polizei zu ergründen, wie Sedative in Babynahrung landen konnten. Jetzt ist auch der Inlandsgeheimdienst beteiligt

 24.06.2026

Massaker des 7. Oktobers

»Ich stehe hier nicht als Statistik, ich bin Überlebende«

Ilana Gritzewsky, ehemalige Geisel in Gaza und Überlebende sexualisierter Gewalt, sprach vor dem UN-Menschenrechtsrat

von Sabine Brandes  24.06.2026

Wahlkampf

»Neuer Gesellschaftsvertrag«: Bennett stellt Reformprogramm vor

Ein Schwerpunkt seines Plans liegt im Bildungsbereich. Bennett fordert ein System, das sich am Niveau privater Schulen orientiert, aber öffentlich finanziert bleibt

 24.06.2026

Genf/Jerusalem

Neuer UN-Bericht beschuldigt Israel schwer – Jerusalem weist Vorwürfe entschieden zurück

Der UNHRC bezichtigt den jüdischen Staat schwerer Verstöße bis hin zu einem angeblichen Völkermord. Die Israelis wehren sich

 24.06.2026

Israel

Schönheit mit Narben

Designer entwerfen Kleidung für kriegsversehrte Soldaten, um im öffentlichen Raum auf ihre Schicksale aufmerksam zu machen. Zu Besuch bei einer Modenschau in Tel Aviv

von Sabine Brandes  23.06.2026

Terrorgefahr

Schin Bet warnt vor möglichem Angriff auf Eilat im Stil des 7. Oktobers 

Der Chef des Inlandsgeheimdienstes soll führende Mitarbeiter der Behörde angewiesen haben, mögliche Angriffsszenarien für die Hafenstadt im Süden zu untersuchen

 23.06.2026