Licht
Eine neue Studie der Universität Tel Aviv zeigt erstmals, wie künstliches Licht den natürlichen Rhythmus des Immunsystems bei Wildtieren während der Nacht stört. Selbst schwache Beleuchtung wie die von Straßenlaternen führte bei den Versuchstieren zu einer 2,35-fach erhöhten Sterblichkeit. Untersucht wurden Goldstachelmäuse und Gemeine Stachelmäuse, zwei in der israelischen Wüste lebende Arten mit unterschiedlichem Aktivitätsrhythmus. Das Ergebnis: Lichtverschmutzung bringt die innere Uhr aus dem Takt, welche zentrale Körperfunktionen steuert, darunter die Immunabwehr.
Erfolg
Ein Ingenieur aus Haifa ist in die oberste Führungsebene von Apple aufgestiegen. Johny Srouji gilt seit Jahren als einer der wichtigsten Architekten der Hardwarestrategie des Konzerns und wurde nun zum Chief Hardware Officer ernannt. Der Manager aus einer arabisch-christlichen Familie, der an der Technion-Universität Informatik studierte, hat vor allem Apples Innovationen in der Chiptechnologie vorangetrieben. Sein jüngster Karriereschritt wird in Israel aufmerksam verfolgt: Srouji steht exemplarisch für den Erfolg arabischer Israelis in der Hightechbranche.
Reise
Birthright Israel hat seine Sommersaison eröffnet: 120 junge Erwachsene aus Australien landeten als erste organisierte Touristengruppe seit Beginn des Krieges mit dem Iran auf dem Ben-Gurion-Flughafen. Die 18- bis 22-Jährigen markieren den Auftakt einer erwarteten Rückkehr jüdischer Bildungsreisen. Insgesamt rechnet die Organisation in den kommenden Monaten mit rund 28.000 Teilnehmern. Trotz der angespannten Lage wollen viele junge Menschen Israel weiterhin aus erster Hand erleben. Die Organisatoren sprechen von neuem Schwung und wachsendem Optimismus für den Sommer.
Weizen
Das Volcani-Institut, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Landwirtschaftsministeriums, hat eine neue Weizensorte entwickelt und sie nach dem Ackerbauexperten Yakov »Ya’akobi« Inon benannt, der am 7. Oktober 2023 mit seiner Frau Bilha im Moschav Netiv Ha’asara von Hamas-Terroristen ermordet wurde. Roi Ben-David und sein Team entwickelten »Ya’akobi«, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Die neue Sorte sei resistent gegen Dürre und Hitzewellen und gedeihe selbst unter rauen Bedingungen.
Archäologie
Ägyptische Archäologen haben im Nildelta eine große Statue entdeckt, die vermutlich König Ramses II. darstellt, wie das ägyptische Ministerium für Tourismus und Altertümer bekannt gab. Ramses II. gilt als der Pharao, gegen den sich Moses stellte, um die in Ägypten versklavten Kinder Israels in die Freiheit nach Kanaan zu führen. Die Statue wurde in Tell Farun, in der Antike als Imet bekannt, im Bezirk Al-Husseinija des Gouvernements Sharqia nordöstlich von Kairo gefunden. Sie besteht aus einem Torso mit Kopf, hat eine Höhe von etwa 2,2 Metern und wiegt zwischen fünf und sechs Tonnen. Nach Angaben der Wissenschaftler ist der steinerne Ramses II. in beschädigtem Zustand gefunden worden. Zudem fehlt die untere Hälfte der Figur.