Jerusalem

Netanjahu: Israel hat iranische Bombe verhindert

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei der Konferenz des Jewish News Syndicate am Sonntag in Jerusalem Foto: copyright (c) Flash90 2026

Bei einem internationalen Politik-Gipfel in Jerusalem hat Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erneut den Konflikt mit Iran in den Mittelpunkt gestellt und die militärischen und geheimdienstlichen Operationen seines Landes verteidigt. Nach seinen Angaben verhinderte Israel durch frühzeitige Einsätze, dass Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Auch »The Jerusalem Post« berichtete.

Netanjahu sagte, Israel habe eine existenzielle Bedrohung abgewehrt, die ohne Eingreifen Realität geworden wäre. »Sie hätten eine Atomwaffe gehabt, eine Atombombe, um uns zu vernichten«, erklärte er vor den Teilnehmern des Jerusalem News Syndicate International Policy Summit. »Wir haben verhindert, dass das geschieht.« Nach seiner Darstellung hat Israel in den vergangenen Jahren gezielte Maßnahmen mit diesem Ziel ergriffen.

Der Regierungschef sprach im Zusammenhang mit den israelischen Angriffen gegen iranische Ziele von der »größten Luftoperation« in der Geschichte des Landes, die zudem in Abstimmung mit den Vereinigten Staaten erfolgt sei. Absicht Israels sei es gewesen, die nukleare Infrastruktur des Iran nachhaltig zu schwächen. Dabei seien auch Wissenschaftler, die an dem Programm gearbeitet hätten, getötet worden. »Wenn man die Wissenschaftler ausschaltet, ist es sehr schwer, eine Atomwaffe zu bauen«, sagte Netanjahu.

Präventives Handeln

Nach seinen Angaben hat Israel zudem erhebliche Schäden an iranischen Militär- und Revolutionsgarden-Strukturen verursacht. Die Operationen hätten das Kräftegleichgewicht in der Region verändert. Gleichzeitig betonte er, dass Israel damit eine neue sicherheitspolitische Linie etabliert habe: präventives Handeln gegen Bedrohungen, bevor diese vollständig entstehen könnten.

Netanjahu erklärte, lange Zeit sei Israel davor gewarnt worden, direkt gegen Ziele im Iran vorzugehen. Dies habe sich zuletzt geändert. »Wir haben die Regeln geändert. Wir greifen an, wir überraschen, wir handeln gegen Feinde, die uns vernichten wollen, bevor sie dazu in der Lage sind«, sagte er.

Die Operationen gegen Iran seien Teil einer umfassenderen Strategie, die auch andere Konfliktzonen einschließe. Netanjahu sprach von einer Schwächung regionaler Gegner und einer Zerschlagung iranischer Einflussnetzwerke. Zudem holte Israel nach seinen Angaben zahlreiche Geiseln zurück und schwächte militante Strukturen in verschiedenen Gebieten erheblich.

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Serie von Sabotageaktionen

In diesem Zusammenhang erwähnte Netanjahu auch Einsätze gegen führende Vertreter der Hamas sowie die Zerschlagung der terroristischen Infrastruktur in Gaza. Die Rückkehr der Geiseln bezeichnete er als eines der wichtigsten Ergebnisse der vergangenen Jahre.

Auch die Auseinandersetzung mit der libanesischen Hisbollah war Teil seiner Rede. Netanjahu verwies auf verdeckte Operationen sowie gezielte Angriffe gegen die Organisation, darunter die Tötung ihres langjährigen Anführers Hassan Nasrallah und eine Serie von Sabotageaktionen gegen Kommunikationssysteme.

»Wir haben die Pager gesprengt, wir haben Nasrallah ausgeschaltet, wir haben die militärische Maschine der Hisbollah zerschlagen«, sagte er. Zudem habe Israel große Teile des Raketenarsenals der Organisation zerstört und deren Fähigkeit, in den Norden Israels einzudringen, massiv eingeschränkt.

Sponsor des Terrorismus

Parallel dazu sprach Netanjahu von der Einrichtung sogenannter Sicherheitszonen entlang der Grenzen zu Gaza, Syrien und Libanon. Diese würden so lange aufrechterhalten, wie es zur Verteidigung Israels notwendig sei.

Der iranische Staat wurde von Netanjahu als »größter Sponsor des Terrorismus auf dem Planeten« bezeichnet. Zugleich rief er die iranische Bevölkerung indirekt dazu auf, Veränderungen im eigenen Land anzustreben und die aktuelle Regierung zu überwinden.

Mit Blick auf die internationale Lage forderte der Premierminister Juden weltweit auf, sich gegen wachsenden Antisemitismus zu stellen. »Wir werden diesen Kampf auch weltweit führen«, sagte er. »Haltet nicht den Kopf unten, habt keine Angst, wehrt euch.« im

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