Venezuela

Netanjahu gratuliert Trump

Erst vor wenigen Tagen besuchte Benjamin Netanjahu Donald Trump auf seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida. Foto: picture alliance / Anadolu

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat US-Präsident Donald Trump für den US-Angriff in Venezuela und die Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro gelobt. »Herzlichen Glückwunsch, Präsident Donald Trump, für Ihre mutige und historische Führungsrolle im Namen von Freiheit und Gerechtigkeit«, schrieb Netanjahu auf der Plattform X.

Er sei voller Hochachtung für das entschlossene Handeln der USA und den brillanten Einsatz der mutigen Soldaten, fügte er hinzu. Maduro war ein enger Verbündeter des Iran.

Trump drohte auch Iran

Netanjahu erwähnte den Iran nicht ausdrücklich, aber in Israel wird der Schlag gegen den autoritären Maduro in Zusammenhang mit dem Iran gesehen. Erst am Freitag nur Stunden vor dem Angriff in Venezuela hatte Trump sich zu den oppositionellen Protesten im Iran geäußert und mit einem Eingreifen auch dort gedroht.

Wenn der Iran friedliche Demonstranten töte, »werden die Vereinigten Staaten von Amerika ihnen zu Hilfe kommen«, schrieb der Republikaner auf seiner Online-Plattform Truth Social. Was er konkret vorhat, ließ der US-Präsident offen. 

»Die Gefangennahme Maduros sendet klare Botschaft an Chamenei«
Israels Diasporaminister Amichai Chikli

Israels Diasporaminister Amichai Chikli wurde sehr viel deutlicher als Netanjahu und schlug einen direkten Bogen von dem US-Einsatz in Venezuela zum Iran. Die Gefangennahme Maduros habe »der globalen Achse des Bösen einen tödlichen Schlag versetzt und sendet eine klare Botschaft an (den iranischen Obersten Führer Ajatollah Ali) Chamenei«, schrieb er auf X. 

Auch Oppositionsführer Lapid zieht Parallele zum Iran

Auch der israelische Oppositionsführer Jair Lapid griff die möglichen Parallelen zwischen Venezuela und Iran auf. »Das Regime im Iran sollte genau beobachten, was in Venezuela geschieht«, schrieb der Chef der Mitte-Rechts-Partei Jesch Atid (Zukunftspartei) auf X.

Aus der Sicht des jüdischen Staates bedroht die islamistische Führung in Teheran mit ihren Plänen, atomare Waffen herzustellen, die Existenz Israels. Im vergangenen Juni hatte Israel zwölf Tage lang Krieg gegen den Iran geführt und mit den USA zentrale Atomanlagen bombardiert. dpa mit ja

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