Gaza-Friedensplan

Netanjahu geht auf Konfrontation mit Trump

Israels Premier Benjamin Netanjahu am 5. August 2026 Foto: copyright (c) Flash90 2026

Am Sonntag hat Premierminister Benjamin Netanjahu bekanntgegeben, dass Israel den Gaza-Plan des von US-Präsident eingesetzten Board of Peace »zurückweise«. Damit reagierte er auf Berichte, dass er den Vorschlag der USA angenommen habe.

Nach Sätzen des Lobes für die Freundschaft Israels mit den USA und seiner persönlichen mit Präsident Donald Trump sowie für den gemeinsamen Kampf gegen einen atomaren Iran, sagte Netanjahu: »Im Gegensatz zu all jenen, die uns belehren, tun wir das, was für die Sicherheit Israels notwendig ist. Und wir können und wissen, wie wir uns – wenn nötig – selbst gegenüber unseren allerbesten Freunden behaupten müssen.« Die starken Worte fallen zusammen mit dem Anziehen des Wahlkampfes in Israel, in dem politische Rivalen dem Premier unter anderem vorgeworfen hatten, gegenüber den USA Schwäche zu zeigen.

»Echte Entwaffnung «

Während der Friedensrat offensichtlich daran arbeitet, in Gaza mit der Entwaffnung der Hamas und dem Wiederaufbau zu beginnen, nachdem die Terrororganisation den 15-Punkte-Plan angeblich akzeptiert hat, pocht Netanjahu darauf, dass die israelische Armee sich aus Gaza so lange nicht zurückziehen werde, wie die Hamas nicht vollständig entwaffnet ist. »Und wir sprechen von echter Entwaffnung, nicht von einer fiktiven«, so der Premier.

Lesen Sie auch

»Sie (die USA) haben Ideen. Einige davon sind für uns akzeptabel, andere nicht, und wir wissen, wie wir uns diesen Dingen entgegenstellen können. Das haben wir in der Vergangenheit bewiesen, und das beweisen wir auch heute. Zudem wird die IDF weiterhin Bedrohungen für unsere Streitkräfte und unsere Bürger abwehren.«

Schließlich betonte er, dass er »niemals einen Palästinenserstaat in Gaza oder im Westjordanland akzeptieren« werde.

Auch die Situation im Libanon sprach er bei der regulären Kabinettssitzung zum Wochenbeginn an, indem er das Vorgehen als »weise und mit klarem Urteilsvermögen« beschrieb. ja

Terror-Infrastruktur

Tunnelschacht und Waffen im Westjordanland entdeckt

Ermittler nahmen vier Personen fest, die sich am Fundort befanden. Sie wurden zur weiteren Befragung mitgenommen

 25.09.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Neues deutsches U-Boot in Israel eingetroffen

Die »INS Drakon« ist das sechste U-Boot der israelischen Flotte

 25.09.2026

Dokumentation

»Völkermord: Die größte Lüge des Jahrhunderts«

Die Rede von Israels Premier Benjamin Netanjahus vor der UNO-Vollversammlung im Wortlaut

 25.09.2026

Bildung

Handys weg!

In Tel Avivs Schulen müssen Mobiltelefone künftig im Schließfach bleiben

von Sabine Brandes  24.09.2026

Politische Einflussnahme

»Katargate« bringt Netanjahu und sein engstes Umfeld unter Druck

Neue, brisante Informationen zur Affäre um mutmaßliche Verbindungen zwischen Mitarbeitern des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Katar könnten weitreichende Folgen haben

 24.09.2026

Tel Aviv

Fall eines Grenzpostens erleichterte Hamas-Angriff auf Be’eri

Einer Untersuchung zufolge war die Einheit nicht auf einen groß angelegten Überraschungsangriff vorbereitet

 24.09.2026

Jerusalem

Wahlausschuss schließt arabische Parteien und Kandidaten von Israels Wahl aus

Im Mittelpunkt des Verfahrens stand ein Artikel des Kandidaten Abu Shehadeh. Darin bezeichnete er den Hamas-Angriff vom 7. Oktober als »ein wichtiges historisches Ereignis in militärischer, politischer und strategischer Hinsicht«

 24.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  24.09.2026 Aktualisiert

Westjordanland

Sohn von Israels US-Botschafter bei Anschlag schwer verletzt

Neria Leiter benötige »ein Wunder«, um zu überleben, erklärt sein Vater

 24.09.2026