Israel

Nachrichten

Neue Botschafterin: Susanne Wasum-Rainer Foto: dpa

Israel

Nachrichten

Botschafterin, Eilat, Hotels

von Sabine Brandes  29.10.2018 17:58 Uhr

Botschafter
Präsident Reuven Rivlin hat die Beglaubigungsschreiben der neuen Botschafter aus Kamerun, Guatemala, Ungarn, Japan und Deutschland in seiner Residenz in Jerusalem erhalten. Zur neuen deutschen Botschafterin Susanne Wasum-Rainer, die bereits von 1993 bis 1997 die deutsche Vertretung in Tel Aviv leitete, sagte Rivlin: »Unsere Länder teilen eine schmerzhafte Geschichte, die jedoch heute die Basis für unsere starke und wichtige Beziehung ist.« Die Botschafterin dankte dem Präsidenten für seine Willkommensworte: »Dies ist ein emotionaler Moment für mich. Ich fühle mich, als ob ich nach Hause komme. Es ist eine große Ehre, beiden Völkern auf diese Weise zu dienen. Die Verbindung zwischen unseren Ländern ist stark, doch wir können neue Wege finden, um sie zu bereichern.«

Eilat
In der Wintersaison werden rund 165.000 Touristen in Eilat, der Sonnenstadt am Roten Meer, erwartet. Um die Gäste hinzubringen, gibt es neue Direktflüge unter anderem aus London, Amsterdam, Madrid und Frankfurt – der erste Lufthansa-Flug landete in dieser Woche. Die Fluggesellschaft wird ab sofort zweimal wöchentlich, sonntags und donnerstags, Flüge nach Ovdah anbieten. Das israelische Tourismusministerium subventioniert Flüge nach Eilat mit 45 Euro pro Passagier. Damit soll die Wirtschaft in der Stadt angekurbelt werden. In der vergangenen Wintersaison gab es etwa 50 Flüge wöchentlich, die rund 110.000 Gäste transportierten, die etwa 60 Millionen Euro in der Stadt ausgaben.

Maschine
Das weltweit größte Metall- und Keramikzentrum für die Herstellung von Bauteilen ist jetzt in Rechovot eröffnet worden. Für die Firma XJet war dies durch eine Investition von zehn Millionen Dollar möglich geworden. Das israelische Start-up, das eine innovative Nanotechnologie für den 3D-Druck mit Metall und Keramik entwickelte, will den Herstellungsprozess in vielen Branchen revolutionieren, vor allem im Automobil-, Medizin- und Zahnmedizinbereich sowie in der Luft- und Raumfahrt. Das Zentrum wird mit großen Herstellern in Europa, Nordamerika und Asien zusammenarbeiten. Bei der besonderen Technologie kommen Stützflüssigkeiten, die feste Nanopartikel unterstützender Materialien enthalten, zum Einsatz. Diese werden in die Form des entsprechenden Bauteils injiziert und machen so das »Drucken« von komplexen Metall- und Keramikteilen möglich.

Häuser
Nach langer Verzögerung aufgrund diplomatischer Bedenken sind jetzt Tausende Hauseinheiten in Maale Adumim genehmigt worden. Das Bauministerium erteilte die Erlaubnis, zunächst 470 Einheiten zu errichten, die bereits von der Regierung die Freigabe erhalten hatten. Für 20.000 weitere wird noch auf die Bestätigung Jerusalems gewartet. Zudem sollen öffentliche Einrichtungen wie Synagogen, Schulen, Parks, Gemeindezentren und Sporthallen gebaut werden. Minister Yoav Gallant erklärte, dies werde »zu einem bedeutenden Wachstum Maale Adumims« führen. Das Projekt ist mit einer Summe von 2,8 Milliarden Schekeln angesetzt.

Geld
Das »Forbes«-Magazin hat wieder einmal mitgeteilt, wer die Reichsten der Welt sind. 2017 gab es 2158 Milliardäre auf der Welt, denen zusammen 8,9 Billionen Dollar gehören. Auch die israelischen Superreichen – 20 an der Zahl – haben nun noch mehr Geld auf ihren Konten. Ihr Reichtum ist zwischen 2016 und 2017 um 18 Prozent gestiegen. Er liegt jetzt bei insgesamt 57 Milliarden Dollar, pro Kopf durchschnittlich 2,8 Milliarden. Auf Platz eins liegt nach wie vor der Schifffahrt- und Immobilienmagnat Eyal Ofer (9,4 Milliarden Dollar), gefolgt von Unternehmer Stef Wertheimer (5,7) Shari Arison (5,5), Yitzhak Tshuva (3,7), Idan Ofer (3,6) und Arnon Milchan (3,5).

Hotels

Der stetig wachsende Touristenstrom verlangt nach neuen Unterkünften. In Tel Aviv gibt es jetzt drei neue Luxushotels im Boutique-Stil: Opulenz im brutalistischen Büroturm, Kreuzfahrermauern und eine Hommage an eine Pilgerherberge. Die Hotels tragen alle die persönliche Handschrift der Architekten, die ikonische Gebäude in Luxusherbergen verwandelt haben. Im »The Jaffa«, das zur Marriott-Kette gehört, wurden Überreste eines alten französischen Klosters und Hospitals detailgetreu restauriert. »The Drisco« zelebriert die Pilgerherberge aus osmanischer Zeit, in der schon Mark Twain und Thomas Cook nächtigten. »Lighthouse«, das im Büroturm Migdalor angesiedelt ist und zur Brownhotel-Kette gehört, liegt im Nordteil der Stadt. Alle Hotels sind nur einen Fußweg vom Mittelmeer entfernt.

Die iranische Atomanlage Fordo vor den amerikanischen Angriffen

Iranisches Atomprogramm

Fordo: Der Mossad war da

Yossi Cohen leitete den israelischen Auslandsgeheimdienst von 2015 bis 2021. Unter seiner Ära hätten israelische Spione die iranische Atomanlage Fordo mehrmals in Augenschein genommen

 12.08.2026

Israel

Tel Aviv bekommt offiziell einen »Geiselplatz«

Der Platz vor dem Kunstmuseum der israelischen Metropole wurde zum Sammelort für alle, die ihre Solidarität mit den Geiseln in Gaza ausdrücken wollten. An diese dramatische Zeit soll nun seine offizielle Umbenennung erinnern

von Andrea Krogmann  12.08.2026

Kommentar

UNRWA: Fakten statt Tabus

Warum Kritik am Palästinenserhilfswerk auf Schweigen und Ablehnung stößt

von Duki Dror  12.08.2026

Tel Aviv/Gaza/Brüssel

Israel verlängert zwei EU-Missionen in Palästinensergebieten

Die EU hilft bei der Ausbildung palästinensischer Polizisten und der Überwachung des Rafah-Grenzübergangs. Beide EU-Missionen können nun aus Sicht Israels bis 2027 weitergehen

von Cindy Riechau  12.08.2026

Eskalation

Israelisches Ministerium droht mit Schließung heiliger Stätten

Kein Geld, kein Service: Weil ein Haushaltsstopp auch den Betrieb heiliger Stätten betrifft, droht das zuständige Religionsministerium in Israel mit Schließungen - wenige Wochen vor den höchsten Feiertagen

 12.08.2026

Nahost

Abbas zu Gesprächen mit Erdoğan in Ankara

Der Palästinenserpräsident will sich zwei Tage in der Türkei aufhalten. Israels Finanzminister Smotrich fordert Netanjahu auf, Abbas die Rückkehr zu verweigern

 12.08.2026

UNO

Kein Rückzug aus Siedlungen

»Wir werden nirgendwo hingehen. Die jüdischen Gemeinden werden in Judäa und Samaria bleiben«, sagt Israels UNO-Botschafter Danny Danon

 12.08.2026

Jerusalem/Caracas

Israel und Venezuela nähern sich nach 17 Jahren wieder an

Beide Staaten verständigen sich auf die Wiederaufnahme konsularischer Kontakte und die Einrichtung eines offiziellen Koordinierungskanals

 12.08.2026

Westjordanland

Israels Armee verurteilt illegale Siedlerposten innerhalb palästinensischer Dörfer

Die IDF bezeichneten die jüngsten Vorgänge in dem Gebiet als »illegal, verwerflich und inakzeptabel«. Aber tun sie etwas dagegen?

 12.08.2026