Tourismus

Mehr als Meer

Nicht nur Sand und Strand: Israel hat viele für Touristen noch unbekannte Seiten. Foto: Thinkstock

Auf der Suche nach einer atemberaubenden Aussicht? Dem besten Cappuccino der Stadt oder dem Gourmet-Restaurant zum kleinen Preis? Einfach nur als Tourist Sehenswürdigkeiten abzuklappern, ist out, im Urlaub möchte man das Besondere erleben und das Land am liebsten so sehen wie die Einheimischen.

Damit das klappt, informieren sich die meisten Urlauber schon vor dem Kofferpacken nicht mehr nur in Reiseführern, sondern vor allem im Internet. Wir stellen zehn Blogs und Reise-Websites vor, die Ihnen die schönsten Seiten Israels näherbringen – und so manchen Geheimtipp liefern.

igoogledisrael.com
»Hör auf zu suchen, denn dies ist der ultimative Blog über Israel«, will Gründer Ashley Pearson klarmachen. Der Brite reiste einst durch Israel – und blieb einfach dort. Die attraktiv aufgemachten Seiten können mittlerweile rund 50.000 Besucher pro Monat vermelden. Tatsächlich lohnt es sich, längere Zeit auf dieser Website zu stöbern, denn überall ist Wissenswertes zu finden. Der Inhalt reicht von allgemeinen Tipps zum Leben im Heiligen Land über leicht Reiseverdauliches à la »Zehn Orte, die man gesehen haben muss« bis zu außergewöhnlichen Ausflugsideen, etwa zum Berg Tabor oder dem Woujoud-Kulturzentrum in der Jerusalemer Altstadt. Die Restaurantberichte und der Veranstaltungskalender sind aktuell. »I googled Israel« ist umfassend und unterhaltsam geschrieben.

reisegeek.de
Dieser Blog des 21-jährigen Arjuna aus Deutschland ist durchweg hübsch anzuschauen. Der Bericht über seine erste Israel-Reise sei allen empfohlen, die Tel Aviv, Jerusalem & Co. noch nie zuvor erkundet haben, vor allem Backpackern. Denn auf diese Art reist Arjuna selbst durch die Welt. Prima sind seine allgemeinen Tipps, etwa zum Bepacken des Rucksacks. Er schreibt mit einem angenehm unvoreingenommenen Blick auf Land und Leute.

travelsofadam.com
Die City Guides von Adam Groffman sind ein absolutes Muss für jeden, der nicht mit einer vollständig durchgeplanten Rundreise kommt. Man spürt den Enthusiasmus des Amerikaners, der seinen Grafikerjob an den Nagel hängte, um die Welt kennenzulernen, und heute in Berlin lebt. »Tel Aviv ist wohl eine der coolsten und hippsten Städte im Nahen Osten (vielleicht der ganzen Welt). Es ist einfach etwas Besonderes, in einer Stadt mit Sand, Meer und Wolkenkratzern zu sein, wo Sushi-Restaurants bis vier Uhr morgens geöffnet haben.« Doch Adam belässt es nicht beim Hedonismus am Mittelmeer. Mindestens genauso viel habe Jerusalem zu bieten, teilt er mit: »Es gibt viel mehr in der Heiligen Stadt, als man auf den ersten Blick erkennen kann. Es ist eine der überraschendsten und intensivsten Städte mit einem Untergrund-Nachtleben, einzigartigen Touren und einer lebendigen Kunstszene«, schreibt er. »Travels of Adam« ist umfassend, doch nicht überladen. Die Vorschläge hat er selbst ausprobiert, sie sind authentisch. Groffmans Lieblingsbeschäftigung ist es, Leute anzugucken. Adam macht es möglich, sich mit seinen Tipps und Ideen immer wieder neu in Israel zu verlieben.

goisrael.com
Die offizielle Seite des israelischen Tourismusministeriums ist gut und modern gemacht. Aufgeteilt in die zwei Hauptrubriken »nach Interesse« und »nach Region« navigiert man kinderleicht umher. Hier findet man neben den Sehenswürdigkeiten von A bis Z auch jede Menge grundlegendes Wissen für alle, die ihre Fragen vor der Reise beantwortet haben möchten – etwa, welche Elektrogeräte funktionieren oder was beim Zoll zu beachten ist. Außerdem sollten Sie vor Ihrem Abflug unbedingt den Eventkalender durchschauen. Das deutschsprachige Pendant ist unter »goisrael.de« zu finden.

diytelavivguide.com
Der alternative und unabhängige Stadtführer für Tel Aviv bietet garantiert Tipps jenseits der ausgetretenen Pfade. Er wird regelmäßig mit allen möglichen Dingen gefüllt, die täglich in der pulsierenden Metropole passieren: von Shows zu Dance-Partys, Pop-up-Stores oder Yoga-Unterricht zum Sonnenuntergang am Strand. »DIY Tel Aviv« gibt es auch als E-Book oder Taschenbuch in vielen Buchhandlungen der Stadt zu kaufen.

movingroovin.de
Mandy Raasch schreibt über eine etwas andere Art, Israel kennenzulernen. Die Mittdreißigerin aus Berlin war drei Wochen lang auf einem Road-Trip von Nord nach Süd unterwegs. Neben schönen Bildern postet sie nützliche Hinweise zu Tankstellen, Fahrstil oder Dingen, die man bei Touren durchs Westjordanland beachten muss. Zum Nachmachen liefert Raasch sogar den passenden Soundtrack mit israelischen Musikern. »Mit dem Auto kann man noch viel mehr spannende Ecken erkunden«, findet sie. Ihr Fazit: »Israel war mein bisher schönster Road-Trip!«

greenprophet.com
Wer umweltbewusst reist, muss einfach in den grünen Propheten schauen. Diese Seite ist die Stimme für Natur, grünes Design, nachhaltiges Urlauben oder den Slow-Food-Trend in Nahost. Zwar gibt es die Rubrik »Reisen«, doch generell bietet die Seite weniger Tipps als vielmehr Denkanstöße. Betrieben wird sie von Karin Kloosterman, die auch für die hervorragende Internetseite Israel21c.org schreibt, die Israel jenseits des Nahostkonflikts porträtiert.

funinjerusalem.com
Ein farbenfroher Blog, der Lust macht, die Heilige Stadt zu erkunden. Und zwar nicht nur auf den üblichen Pfaden voller Historie, sondern mit Familien und Kindern im Blick. Darauf legt »Fun in Jerusalem«, den Joanna Shebson 2007 als »Mommy Blog« angelegt hatte, großen Wert. Besonders lobenswert ist der Veranstaltungskalender, der immer auf dem neuesten Stand ist.

israel-travel-secrets.com
Wirkliche Geheimnisse werden auf diesem Blog nicht ausgeplaudert. Dafür liefert er umfassendes Wissen über das Land, etwa zu Armee, Feiertagen, Museen, Kultur und Essen und sämtlichen bekannten Reisezielen. Schön ist die Rubrik »What’s new«, in der beispielsweise über Katamaran-Touren oder Weinproben berichtet wird. Bei den Reiseinformationen sind nützliche Links zu Tourveranstaltern eingebaut.

wanderingearl.com
Der selbst ernannte permanente Nomade Derek alias »Wandering Earl« teilt die wunderschönen Eindrücke seiner ersten Reise durch Israel mit den Besuchern. »Vielleicht ist es diese Art von Land, in der die Erfahrungen niemals komplett sein können. Es gibt schlicht zu viele von diesen schönen, gegensätzlichen, ermutigenden, blutenden und faszinierenden Schichten dieses Landes, über die man lernen kann.«

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