Israel

Luftraum bleibt vorerst geschlossen, Rückholaktion der El Al verzögert sich

Geparkte Maschinen der El Al am Ben-Gurion-Flughafen Foto: Copyright (c) Flash 90 2019

Wegen der seit Samstag geltenden, vollständigen Sperrung des israelischen Luftraums für die zivile Luftfahrt hat die Fluggesellschaft El Al sämtliche Verbindungen von und nach Israel bis einschließlich Donnerstag, den 5. März um 2 Uhr morgens gestrichen. Betroffen sind auch Flüge der Tochtergesellschaft Sundor.

Nach Angaben der Behörden soll der Luftraum voraussichtlich in der kommenden Woche schrittweise wieder geöffnet werden – abhängig von der weiteren Entwicklung des Krieges gegen den Iran.

Verkehrsministerin Miri Regev erklärte laut israelischen Medienberichten, sie habe die Zivilluftfahrtbehörde angewiesen, gemeinsam mit den israelischen Airlines Vorbereitungen für eine gestaffelte Wiederaufnahme des Flugbetriebs zu treffen. »All das geschieht selbstverständlich im Einklang mit der Sicherheitslage«, sagte sie.

Rückholflüge aus 22 Städten

El Al arbeitet nach eigenen Angaben bereits an einem umfassenden Rückholprogramm für im Ausland gestrandete Israelis. Sobald der Flugbetrieb wieder genehmigt wird, sollen Maschinen aus insgesamt 22 Städten in Europa, den USA und Asien starten. Geplant sind unter anderem Verbindungen aus New York, Miami und Los Angeles sowie aus Bangkok und Phuket. In Europa stehen unter anderem Athen, Rom, Paris, London, Zürich, Amsterdam und Budapest auf der Liste.

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Passagiere, deren Flüge annulliert wurden, sollen ohne Aufpreis auf alternative Verbindungen umgebucht werden. Das Unternehmen betont, Kunden würden informiert, sobald konkrete Zuteilungen möglich seien. Es bestehe daher keine Notwendigkeit, das Servicecenter zu kontaktieren. Reisende wurden gebeten, ihre Kontaktdaten im Online-Buchungssystem zu aktualisieren, um direkt erreicht werden zu können.

Für besondere medizinische Härtefälle kündigte El Al ein Prioritätssystem an. Nach Wiederaufnahme des Flugbetriebs sollen Anträge auf bevorzugte Beförderung möglich sein – etwa bei dringend notwendigen medizinischen Behandlungen in Israel sowie für Schwangere ab der 32. Woche. Voraussetzung ist ein aktuelles ärztliches Attest. Die Airline weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die Antragstellung keine automatische Sitzplatzgarantie bedeutet.

Alternative Routen über Ägypten

Flüge ins ägyptische Taba werden von El Al vorerst nicht angeboten. Während diese Gesellschaft auf die Wiederöffnung des Luftraums wartet, haben andere israelische Fluggesellschaften begonnen, Ausweichlösungen zu organisieren. So fliegt Arkia derzeit Israelis nach Taba auf der Sinai-Halbinsel. Von dort gelangen die Passagiere über den Landweg zurück nach Israel. Busse des Verkehrsunternehmens Egged bringen die Rückkehrer weiter nach Eilat, Beerscheba, Tel Aviv oder zum Parkplatz des Ben-Gurion-Flughafens.

Laut KAN will sich die ungarische Budget-Airline Wizz Air an der geplanten Rückholaktion beteiligen - mit vielen Flügen nach Sharm el-Sheikh. Die griechische Gesellschaft Blue Bird hatte zuvor Sonderflüge nach Taba angekündigt.

Nach Angaben aus dem Verkehrsministerium sind bereits Tausende Israelis auf dem Landweg zurückgekehrt. Insgesamt sitzen aber mehr als 150.000 Menschen im Ausland fest. Die Hoffnung vieler Betroffener richtet sich nun auf die schon gestern angekündigte schrittweise Normalisierung des Flugverkehrs, die sich jedoch zu verzögern scheint.

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