Bei einem Angriff der libanesischen Terrormiliz Hisbollah mit einer Sprengstoffdrohne haben nach Militärangaben im Norden Israels mehrere Zivilisten Verletzungen erlitten. In der Küstenstadt Rosch Hanikra direkt an der Grenze zum Libanon seien auf einem Parkplatz drei Menschen verletzt worden, zwei davon schwer, berichtete das israelische Nachrichtenportal »ynet«. Sie seien in ein Krankenhaus gebracht worden.
In der Mitteilung der israelischen Armee war die Rede von einem schweren Verstoß der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz gegen die Waffenruhe. Die Kampfhandlungen zwischen Israel und der Hisbollah halten auch vor den erwarteten Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Vertretern in der US-Hauptstadt Washington weiter an.
Nach Angaben des israelischen Forschungszentrums Alma setzt die Hisbollah im Rahmen der Konfrontationen mit Israel verstärkt Sprengstoffdrohnen mit faseroptischer Steuerung ein. Dieses verhindere eine Abwehr durch »Jamming«, also Störung der Kommunikation zwischen Drohne und Pilot.
In den vergangenen Wochen seien israelische Truppen im Südlibanon mit mehr als 80 Sprengstoff-Drohnen angegriffen worden, mit 15 Treffern, bei denen vier Soldaten und ein Zivilist getötet worden seien. Mehrere Soldaten seien verletzt worden. Nach Medienberichten versucht die Armee, den Schutz der Soldaten vor den Drohnenangriffen unter anderem durch das Spannen von Netzen zu verbessern. dpa/ja