Jerusalem

Herzog wirft Mamdani antisemitische Rhetorik und Gotteslästerung vor

Israels Präsident Isaac Herzog Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Israels Staatspräsident Isaac Herzog hat den New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani scharf angegriffen und ihm vorgeworfen, mit seiner Rhetorik Antisemitismus zu schüren. In einem Interview mit Fox News erklärte Herzog zudem, der Iran bleibe eine der größten Gefahren für die internationale Sicherheit. Zugleich hob er die enge Zusammenarbeit mit US-Präsident Donald Trump hervor und würdigte dessen Rolle bei der Unterstützung Israels.

Mit Blick auf Mamdani sagte Herzog, dieser stelle das Existenzrecht Israels infrage und gefährde damit auch die Sicherheit der Bürger seiner eigenen Stadt. »Mamdani respektiert das Recht meines Volkes auf Selbstbestimmung nicht – das unveräußerliche Recht des jüdischen Volkes auf einen eigenen Staat. Er verbreitet im Grunde Gotteslästerung, Hass und antisemitische Rhetorik. Er sollte verstehen, dass er damit die Sicherheit, das Wohlergehen und das Leben seiner eigenen (jüdischen) Bürger aufs Spiel setzt.«

Besonders besorgt zeigte sich Herzog über die Entwicklung in New York, das für viele Israelis und Juden weltweit eine besondere Bedeutung habe: »Dies kann in New York nicht akzeptiert werden. Diese Stadt liegt uns Israelis und auch mir persönlich sehr am Herzen«, sagte er. Zugleich äußerte er die Hoffnung: »Ich hoffe, dass Mamdani keinen irreparablen Schaden verursacht.«

Finanzierung von Terror

Auch den Iran bezeichnete Herzog als anhaltende Bedrohung weit über den Nahen Osten hinaus. Das Regime verwende die Ressourcen des eigenen Landes zur Finanzierung von Terrororganisationen und folge einer Ideologie, die weder andere Religionen noch gemäßigte Muslime akzeptiere. »Sie nehmen ihrem Volk Nahrung und Geld weg und finanzieren damit Terror in der ganzen Welt. Das ist eine Tatsache.«

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Herzog betonte, die strategische Partnerschaft zwischen Israel und den Vereinigten Staaten bleibe trotz gelegentlicher politischer Differenzen außergewöhnlich eng. Beide Länder seien durch gemeinsame Werte verbunden. »Wir schöpfen beide aus demselben Wertefundament, das uns durch die heiligen Schriften des Allmächtigen gegeben wurde.«

Besonders lobte der Präsident Donald Trump für dessen Unterstützung Israels. Er erinnerte an die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem und die Anerkennung der israelischen Souveränität über die Golanhöhen während Trumps erster Amtszeit. Trump habe Israel »in so vielen Fragen unermüdlich unterstützt« und sei ein »großer Freund Israels«.

»Brillant verhandelt«

Nach den Worten Herzogs spielte Trump auch eine entscheidende Rolle bei der Freilassung der von der Hamas verschleppten Geiseln. Zwar hätten zahlreiche Beteiligte dazu beigetragen, doch der US-Präsident habe den Prozess maßgeblich vorangetrieben. Trump habe »mit Nachdruck gehandelt« und »brillant verhandelt«. Dafür empfinde er »großen Respekt«.

Sorgen bereitet Herzog der nach seiner Einschätzung sinkende Rückhalt für Israel, insbesondere unter jungen Amerikanern. Verantwortlich seien unter anderem gezielte Desinformationskampagnen in sozialen Netzwerken. »Es ist sehr leicht, Israel auf TikTok zu verleumden, aber das entspricht nicht der Wahrheit«, sagte er und lud junge Amerikaner ein, sich selbst ein Bild von Israel zu machen.

Herzog übte außerdem scharfe Kritik am ehemaligen Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Karim Khan. Er warf ihm vor, die Haftbefehle gegen mehrere israelische Spitzenpolitiker, darunter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, genutzt zu haben, um von den gegen ihn erhobenen Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens abzulenken. Nach Angaben Herzogs wollte Khan ursprünglich Israel besuchen und unter anderem auch ihn treffen. Die Reise sei jedoch kurzfristig abgesagt worden, kurz bevor die Haftbefehle bekanntgegeben wurden.

Der israelische Präsident forderte deshalb eine vollständige Rücknahme des Verfahrens. »Dieser Fall muss fallengelassen werden, und der Internationale Strafgerichtshof sollte vollständig davon abrücken und nicht auf den Hass und die Lügen hereinfallen, die Karim Khan lediglich vorgebracht hat, um sich selbst zu schützen«, sagte Herzog.

Mit Blick auf den Gazastreifen äußerte sich Herzog vorsichtig optimistisch. Er begrüßte die Bemühungen der US-Regierung um eine weitere Phase der Waffenruhe und die Entwaffnung der Hamas. Sollte dies gelingen, könne dies »ein bedeutender Durchbruch« sein. Zugleich machte er deutlich: »Die Menschen in Gaza verdienen ein besseres Leben.« Voraussetzung dafür sei jedoch, dass »die Hamas Gaza nicht länger kontrollieren und das Gebiet nicht weiter als Ausgangsbasis für Terror und Hass missbrauchen kann.« im

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