Israel

El Al bereitet Rückholaktion für gestrandete Passagiere vor

Eine Boeing 737-800 von El Al am Ben-Gurion-Flughafen Foto: copyright (c) Flash90 2025

Nach Beginn der israelischen Militäroperation »Brüllender Löwe« gegen das iranische Regime bereitet die israelische Fluggesellschaft El Al eine umfassende Rückholaktion für im Ausland festsitzende Staatsbürger vor. Sobald die Sicherheitsbehörden grünes Licht geben und der derzeit komplett eingestellte zivile Flugbetrieb wieder aufgenommen werden kann, sollen zunächst Passagiere mit gültigen Tickets von El Al oder der Tochtergesellschaft Sundor nach Hause geflogen werden.

Derzeit ist noch unklar, wann erste Maschinen wieder in Richtung Israel starten dürfen. Der Luftraum ist weiterhin geschlossen, bisher bis einschließlich Montagnacht.

Nach Angaben der Airline werden betroffene Fluggäste automatisch auf »alternative Verbindungen« – also andere Flüge – umgebucht, sobald diese durchgeführt werden können. Eine Kontaktaufnahme betroffener Passagiere mit dem Kundenservice will El Al offensichtlich verhindern, um einen Zusammenbruch der Leitungen wegen zu vieler Anfragen zu vermeiden. Die Airline kündigte deshalb an, die Reisenden selbstständig über neue Abflugzeiten informieren zu wollen.

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Schnellstmögliche Heimreise

Passagiere wurden gebeten, ihre Kontaktdaten auf der Unternehmenswebsite zu aktualisieren, damit Benachrichtigungen direkt zugestellt werden können.

Der Verkauf neuer Tickets für Abflüge bis zum 21. März wurde vorläufig eingestellt. Nach Darstellung der Fluggesellschaft soll dieser Schritt Kunden mit bereits ausgestellten Tickets Vorrang einräumen und deren schnellstmögliche Heimreise sicherstellen. Erst wenn alle gestrandeten Reisenden neu eingeplant sind, soll der reguläre Verkauf wieder anlaufen. Wann genau dies geschehen könnte, ist aufgrund der unvorhersehbaren Dauer des Krieges unklar.

Kunden, deren Flüge infolge der Sicherheitslage gestrichen wurden, können laut El Al zwischen einer Rückerstattung und einem Gutschein wählen. Dabei gilt: Wer eine Auszahlung oder einen Gutschein beantragt, verliert den Anspruch auf eine spätere Umbuchung auf einen Ersatzflug.

<em>Der Ben-Gurion-Flughafen am Samstagabend</em>Foto: picture alliance / Xinhua News Agency
Storno mit Gutschein

Darüber hinaus bietet El Al Reisenden, die bis zum 28. Februar Tickets für Abflüge erworben haben, die Möglichkeit, ihre Reise bis spätestens 72 Stunden vor geplantem Start zu stornieren und einen Gutschein für künftige Buchungen zu erhalten. Dies gilt für Flüge, die ursprünglich bis zum 21. März erfolgen sollten. Wurde das Ticket über ein Reisebüro gebucht, muss die Stornierung nach Angaben der Fluglinie über den jeweiligen Anbieter erfolgen.

Die Situation für Passagiere erinnert an den Krieg zwischen Israel und dem Iran im Juni vergangenen Jahres, als etwa 100.000 Passagiere der El Al im Ausland gestrandet waren. Damals dauerte es wenige Tage, bis die ersten Betroffenen wieder am Ben-Gurion-Flughafen ankamen.

Aufgrund der Schließung des Luftraumes über Israel und dem Krieg gegen das iranische Regime musste auch die Lufthansa Group reagieren. Sie strich zunächst bis zum 7. März alle Flüge nach und von Tel Aviv, aber auch sämtliche Verbindungen nach Amman, Beirut, Erbil und Teheran. Die Lufträume Israels, des Iran, des Irak, des Libanon sowie Jordaniens nutzen die Linien der Lufthansa Group aus Sicherheitsgründen zunächst nicht mehr.

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Britisch Airways fliegt den Ben-Gurion-Flughafen zunächst bis Dienstag nicht mehr an. KLM strich alle Israelflüge bis zum 7. März, Air Canada bis zum 8. März. Auch die Budget-Airline Wizz Air fliegt zunächst bis Samstag nicht mehr nach Israel und andere Nahost-Staaten. im

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