Nahost

Leichname von Amiram Cooper und Sahar Baruch in Israel

Die sterblichen Überreste von Amiram Cooper und Sahar Baruch sind nun in Israel. Foto: Hostages and Missing Families Forum

Die Leichen zweier weiterer israelischer Geiseln sind nach Israel zurückgekehrt. Bei den Toten handelt es sich um Amiram Cooper aus dem Kibbutz Nir Oz und Sahar Baruch aus Be’eri. Beide waren am 7. Oktober 2023 von Terroristen der Hamas verschleppt und später in Gefangenschaft ermordet worden.

Das israelische Militär bestätigte in der Nacht, dass die sterblichen Überreste der beiden Männer über das Internationale Komitee vom Roten Kreuz übergeben und im Nationalen Institut für Rechtsmedizin identifiziert wurden. Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte: »Wir werden nicht ruhen, bis alle unsere Geiseln – Lebende wie Tote – nach Hause gebracht wurden.«

Amiram Cooper war 85 Jahre alt und der letzte noch in Gaza festgehaltene Bewohner des Kibbutz Nir Oz. Der Ökonom, Landwirt und Dichter hatte den Kibbutz vor mehr als sechs Jahrzehnten mitgegründet und galt als eine prägende Persönlichkeit des Kollektivs. In einer Mitteilung von dort hieß es: »Nir Oz wird Amiram als einen Mann der Tat und der Worte in Erinnerung behalten, als Pionier mit starken Werten, der seine Gemeinschaft und ihr Land liebte.« Cooper hinterlässt seine Frau Nurit, vier Kinder und elf Enkelkinder.

»Ein kleines Stück Trost«

Mit der Rückkehr seiner Leiche endet für den Kibbutz ein schmerzhaftes Kapitel: 755 Tage nach dem Massaker vom 7. Oktober sind nun alle aus Nir Oz entführten Bewohner zurück in Israel. »Jetzt können wir beginnen zu trauern und zu heilen«, hieß es aus der Gemeinschaft.

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Auch der Leichnam des 25-jährigen Sahar Baruch aus Be’eri kam endlich nach Hause. Er wurde während eines Angriffs auf das Haus seiner Mutter verschleppt, nachdem er zuvor seinem verwundeten Bruder bei der Flucht geholfen hatte. Beide Eltern, Tami und Roni Baruch, kämpften seither unermüdlich für die Rückkehr ihres Sohnes. Laut Armee kam Sahar Baruch im Dezember 2023 während eines missglückten Rettungseinsatzes ums Leben.

Der Kibbutz Be’eri erklärte: »Wir umarmen Sahars Familie in dieser schweren Stunde. Möge die Gewissheit, dass er nun zur Ruhe kommt, wenigstens ein kleines Stück Trost bringen.«

Elf Geiseln fehlen noch

Nach Angaben der israelischen Behörden befinden sich die Leichen von elf Geiseln weiterhin in der Gewalt der Hamas. Die Regierung forderte die Terrororganisation erneut auf, ihre Zusagen gegenüber internationalen Vermittlern einzuhalten. »Wir werden in diesem Punkt nicht nachgeben«, hieß es aus dem Büro des Premierministers.

Die Familien der Geiseln reagierten mit Trauer, aber auch mit Entschlossenheit. Das Forum der Angehörigen erklärte: »Die Rückkehr von Sahar und Amiram bringt etwas Frieden nach Jahren des Schmerzes. Doch unser Kampf ist noch nicht vorbei – wir werden nicht ruhen, bis auch der letzte Geisel heimkehrt.« im

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