Israel im Krieg

Koch Tom Franz über den Schabbat: Stilles Handy ist wunderbare Sache

Tom Franz Foto: imago/APress

Einmal in der Woche Stille auf dem Handy: Der in Israel lebende Koch Tom Franz schätzt diesen Aspekt des jüdischen Ruhetags Schabbat. »Es ist eine wunderbare Sache, das Handy einmal in der Woche auszuschalten. Man schaut dann nicht ständig drauf, ist nicht abgelenkt - das ist sehr gesund«, sagte der aus Nordrhein-Westfalen stammende Franz dem kirchlichen Kölner Internetportal domradio.de (Dienstag).

Für Notfälle gebe es religiöse Radiosender. Sie blieben während des Schabbats still, sendeten aber bei Alarm wichtige Informationen. »Zum Beispiel, wo gerade Alarm ist und wie man sich verhalten soll«, erklärte Franz. Er selbst ist wegen des Krieges zwischen Israel und dem Iran in Deutschland gestrandet und kann wie viele andere Menschen aus Israel gerade nicht nach Hause zu seiner Familie fliegen. »Ich bin bei meinem Vater«

Die aktuelle Lage sei wirklich gefährlich. Jetzt sei es eine andere Liga von Bedrohung, die man täglich spüre: »Bombenalarm, Menschen fliehen in Schutzräume, Häuser werden zerstört, Menschen getötet und verletzt. Zu wissen, dass meine Kinder Angst haben und meine Frau unter Stress steht, ist für mich sehr belastend«, sagte Franz.

»Selbst die halbstaatliche Fluggesellschaft El Al fliegt gerade nicht. Mein Flug wurde gestrichen. So wie ich sitzen viele im Ausland fest - manche auf Flughäfen oder in Hotels«, so der Koch. »Ich habe Glück: Ich bin bei meinem Vater.« Er hoffe, dass Airlines bald wieder das Land ansteuern könnten und dass er dann ein Flugticket bekomme. »Ansonsten schaue ich nach Alternativen.«

Jerusalem

Herzog im saudischen Fernsehen: »Mein Traum ist Frieden mit Saudi-Arabien«

Der israelische Präsident äußert sich auch zu den Themen Iran, Syrien, Libanon und Gaza: »Mein Herz schmerzt um jeden unschuldigen palästinensischen Zivilisten, der getötet wird.«

 17.07.2026

Jerusalem

Knesset verabschiedet umstrittene Medienreform – Opposition zieht vor Gericht

Das Gesetz erweitert den Einfluss der Regierung auf den Nachrichtenmarkt erheblich. Nach der Verabschiedung reichten mehrere Organisationen und Oppositionsparteien Klagen beim Obersten Gerichtshof ein

 17.07.2026

Neue Umfrage

Netanjahus Koalition stürzt auf 48 Sitze ab – Opposition kommt auf 62

In Israel zeichnet sich nur gut drei Monate vor der Wahl ein deutlicher Stimmungsumschwung ab

 17.07.2026

Jerusalem

Netanjahu verschiebt USA-Reise wegen Lindsey Grahams Beerdigung

Ursprünglich hatte der israelische Ministerpräsident morgen abfliegen und bis Dienstag in den USA bleiben wollen

 17.07.2026

Essay

Der Flüchtlingsstatus der Palästinenser muss endlich enden

Wer über Asyl spricht, muss auch über die Bedingungen sprechen, unter denen Schutz wieder entfallen sollte

von Steven Guttmann  16.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Herkunft und Sympathien der Spielerikone kursieren, erzählen die Söhne eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine andere, besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  16.07.2026 Aktualisiert

Italien

Wenn Anne Frank und Primo Levi mit »Nazis« beschmiert werden

Erneut antisemitischer Vandalismus gegen ein Holocaust-Gedenkgemälde in Mailand

 16.07.2026

Israel

Knesset beschließt Ausweitung geschlechtergetrennter Studiengänge

In Zukunft sollen auch Master- und Promotionsstudiengänge getrennt für Frauen und Männer ermöglicht werden

 16.07.2026

Washington D.C.

Künftige kolumbianische Regierung will Botschaft nach Jerusalem verlegen

Damit gibt es bald neun diplomatische Vertretungen in der israelischen Hauptstadt

 16.07.2026