Nahost

Katz droht Libanon: Stellt sicher, dass Hisbollah Waffenruhe einhält

Israels Verteidigungsminister Israel Katz Foto: copyright (c) Flash90 2024

Wenn die Waffenruhe mit der Terrororganisation Hisbollah nicht halten sollte, will Israel auch den Libanon verantwortlich machen. Verteidigungsminister Israel Katz erklärte laut israelischen Medien, zwischen der Hisbollah und dem Staat, in dem sie basiert sei, werde in diesem Fall bei militärischen Antworten auf Verstöße kein Unterschied mehr gemacht.

Diese Katz-Aussage erfolgte einen Tag nachdem die Hisbollah die nun geltende Waffenruhe mit einem Mörsergranatenangriff auf Israel gebrochen hatte. Daraufhin griffen die israelischen Streitkräfte (IDF) Ziele der Terror-Miliz im Libanon an.

»Wir werden mit aller Kraft daran arbeiten, alle Vereinbarungen des Waffenstillstandsabkommens durchzusetzen, und wir zeigen ein Höchstmaß an Reaktion und Nulltoleranz«, sagte Katz bei einem Besuch an der israelisch-libanesischen Grenze.

Erster Test

»Gestern war der erste Test, als die Hisbollah auf den Berg Dov schoss«, so Katz. »Wir haben scharf reagiert, und genau das werden wir auch tun, und wir werden nicht zulassen, dass die Hisbollah zu ihren alten Methoden zurückkehrt.«

Lesen Sie auch

Der Libanon müsse seine Armee ermächtigen, ihren Teil für eine Durchsetzung des Waffenstillstandsabkommens zu tun. Dazu gehört ein Verbleib der Hisbollah nördlich des Litani-Flusses. »Wenn sie das nicht tun und das ganze Abkommen zusammenbricht, dann wird die Realität sehr deutlich.«

Katz drohte: »Wenn wir wieder in den Krieg eintreten, werden wir hart handeln. (...) Das Wichtigste, was sie wissen müssen, ist, dass es keine Immunität für den Staat Libanon mehr geben wird.«

Waffen aus Syrien

Unterdessen haben die IDF Salman Jumaa, den für den Kontakt zur syrischen Armee verantwortlichen Hisbollah-Terroristen bei einem Luftangriff getötet. Laut Armee hatte Jumaa dafür gesorgt, dass Waffen über Syrien an die Hisbollah geliefert werden konnten. Die syrische Armee unterstütze die Hisbollah, hieß es bei den IDF.

Die Waffenruhe begann am Mittwoch letzter Woche. Sie soll die seit dem 8. Oktober 2023 Raketenattacken der Hisbollah auf Israel beenden. Um das Abkommen schließen zu können, musste Israel zuerst enormen militärischen Druck auf die Hisbollah ausüben. Ihre gesamte Führungsriege wurde getötet.

Ramallah

Abbas kündigt Wahlen an

Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde legt den 28. November als Termin für die Neuwahl des Parlaments fest, 2027 soll auch über die Präsidentschaft neu abgestimmt werden.

 10.07.2026

Großbritannien

»Wir haben das nicht richtig gemacht«

Andy Burnham, designierter Nachfolger von Keir Starmer als Labour-Chef und Premierminister, kündigt eine Kurskorrektur in der britischen Nahostpolitik an

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Verteidigung

Israelisches Startup will »Iron Dome gegen Drohnenschwärme« bauen

Israel hat einen hochmodernen Schutz gegen Raketen, doch Drohnen haben die Kriegsführung grundlegend verändert.

 10.07.2026

Maccabia

Zwischen Medaillen und Menschlichkeit

Für die Schweizer Delegation ist klar, das Spiel ist wichtig, aber neue Freundschaften sind wichtiger

von Nicole Dreyfus  10.07.2026

Opfer der Hamas

Yarden Bibas pflanzt mit Mike Huckabee Baum für seine Familie

Die Ex-Geisel und der US-Botschafter wollen damit die Erinnerung an Kfir, Ariel und Shiri wachhalten, die von Terroristen ermordet wurden

 10.07.2026

Negev

Netanjahu und Armeechef: Israel ist jederzeit zu neuem Militäreinsatz gegen Iran bereit

»Der Krieg ist nicht vorbei«, sagt der israelische Ministerpräsident. »Neben alten Herausforderungen entstehen ständig neue«

 10.07.2026

Humanitäre Hilfe

Israel weist Berichte über Versorgungsengpässe in Gaza zurück

Einem neuen Bericht zufolge sind seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom Oktober 2025 1800 Millionen Tonnen an Lebensmitteln nach Gaza gelangt. Israel sagt, das sei mehr als vor dem Krieg

 09.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026

Dublin

Irland beschließt Einfuhrstopp für Waren aus israelischen Siedlungen

Nach acht Jahren Debatte hat das irische Unterhaus ein Importverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen im Westjordanland gebilligt

 09.07.2026