Israel

Jerusalem: Gedenken an den in Hamas-Gefangenschaft ermordeten Hersh Goldberg-Polin

Gedenken an den vor zwei Jahren in Hamas-Gefangenschaft ermordeten Hersh Goldberg-Polin in Jerusalem Foto: copyright (c) Flash90 2026

Am Freitag haben sich in Jerusalem Hunderte Menschen versammelt, um an Hersh Goldberg-Polin zu erinnern, der am 7. Oktober 2023 von Hamas-Terroristen als Geisel genommen und Ende August 2024 in Gefangenschaft ermordet worden war, berichtet »Times of Israel«.

Die Zeremonie, organisiert von Familie und Freunden, markierte das offizielle hebräische Datum seines Todes, als er und die Mitgefangenen Almog Sarusi, Carmel Gat, Eden Yerushalmi, Alex Lubanov und Ori Danino von ihren Hamas-Entführern nach fast elf Monaten Gefangenschaft, Aushungern und Folter in einem unterirdischen Tunnel in Gaza hingerichtet wurden.

Unermüdlicher Einsatz

Goldberg-Polin war eine der weltweit bekanntesten unter den 251 Geiseln, die bei den Massakern am 7. Oktober verschleppt wurden. Seine Eltern, Rachel Goldberg-Polin und Jon Polin reisten unermüdlich um die Welt, trafen Politiker und auch den Papst und sprachen bei verschiedensten Anlässen, um sich für die Freilassung ihres Sohnes und aller Geiseln einzusetzen.

Die Gedenkveranstaltung am Freitag fand im Gemeindezentrum der Synagoge der Goldberg-Polin statt, in der Hersh aufgewachsen sei. Neben den Eltern sprachen auch Hershs Schwestern sowie zahlreiche Freunde, darunter auch zwei vom Fanclub Hapoel Jerusalem, wo Hersh ein aktives Mitglied war. Zu Beginn sangen Freunde und Mitfans ein ergreifendes Lied über Hersh, so der Bericht.

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Dann wandten sich die Eltern an die Trauernden: »Wir alle hier sind gerannt, haben gebettelt, gebetet, geschrien, sind ertrunken, wieder aufgestanden ...«, sagte Rachel Goldberg-Polin. »Oh lieber Gott, wir sind gescheitert, aber wir haben es versucht. Und wir haben es versucht, weil du dich für uns am Leben erhalten hast. Du warst und bist unser Warum.« Sie werde immer nach ihrem Kind »dürsten«.

Jon Polin sprach über die Notwendigkeit der Einheit in Israel und betonte, wie wichtig es sei, einander zuzuhören, auch wenn man nicht gleicher Meinung sei. »Verstehen kommt vor Frieden«, so Polin und wünschte sich eine »gesellschaftliche Revolution zum Guten«. ja

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