Griechenland

Israelische Touristen können Schiff nicht verlassen

Blick auf die Bucht von Ermoupolis auf Syros Foto: picture alliance / imageBROKER

Proteste gegen israelische Urlauber in der Ägäis: Mehrere hundert Passagiere auf einem israelischen Kreuzfahrtschiff sind am Dienstag von anti-israelischen Demonstranten auf der griechischen Insel Syros daran gehindert worden, für einen rund sechsstündigen Besuch an Land zu gehen.

Die Touristen an Bord des Kreuzfahrtschiffes »MS Crown Iris«, das seit 1992 in Betrieb ist und unter der Flagge Panamas verkehrt, aber seit 2018 von der israelischen Reederei Mano betrieben wird, konnten wegen der Proteste das Schiff nicht verlassen. Die Demonstranten riefen »Free Palestine« und andere Slogans. Es sei inakzeptabel, dass Touristen aus Israel willkommen geheißen würden, während die Palästinenser im Gazastreifen hungerten, sagte einer.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Ein Passagier des Kreuzfahrtschiffs wurde vom »Jewish News Syndicate« (JNS) mit den Worten zitiert: »Hunderte von Menschen erwarteten uns, wir waren sehr überrascht. Wir sind mit Kindern unterwegs und es ist wirklich unangenehm. Sie haben Angst, sind verängstigt und stellen viele Fragen. Sicherheitskräfte laufen an Bord herum, und wir warten auf Anweisungen.«

Als Reaktion auf die Blockadeaktion teilte die Reederei zunächst mit, dass man in Kontakt mit den griechischen Behörden auf Syros stehe und es wegen der Proteste nur zu leichten Verzögerungen bei der Ausschiffung der Passagiere kommen werde. Es seien keine bewaffneten Polizisten auf dem Schiff, sondern nur israelisches Sicherheitspersonal, so Mano Maritime in einer ersten Reaktion.

Lesen Sie auch

Doch wenig später gab das Unternehmen laut JNS bekannt, dass die Passagiere in Syros nicht von Bord gehen würden und die »Crown Iris« stattdessen nach Limassol auf Zypern weiterfahren würde.

Vergangene Woche hatten antiisraelische Demonstranten und Hafenarbeiter die Entladung eines israelischen Frachtschiffs im Hafen von Piräus bei Athen blockiert. Im Juni, während der israelischen Militäraktion gegen den Iran, war die »Crown Iris« im Einsatz, um rund 2000 Israelis von Zypern aus in die Heimat zu bringen, weil der Luftraum über Israel zeitweise geschlossen war.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Proteste gegen israelische Touristen in Europa haben in letzter Zeit zugenommen. Im spanischen Vigo vertrieb vor zwei Wochen ein Restaurantbesitzer mehrere Gäste, als ihm klar wurde, dass es sich um Israelis handelte.

Jerusalem

Netanjahu: Israel hat iranische Bombe verhindert

Israels Premier bezeichnete den Angriff auf den Iran als »größte Luftoperation« in der Geschichte des Landes

 22.06.2026

Bildung

Israel setzt auf Künstliche Intelligenz im Englischunterricht

Der Start des Programms fällt in eine Phase, in der die Schulen des jüdischen Staates mit erheblichen Problemen beim Sprachenunterricht kämpfen

 22.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  22.06.2026

Süd-Libanon

Israelische Armee entdeckt Hisbollah-Tunnel mit Raketenstellungen

Die Raketenschächte sind durch Luftangriffe nur schwer oder gar nicht vollständig zerstörbar, so die IDF. Die Terroristen hätten den Tunnel für unterschiedliche operative Zwecke genutzt

 22.06.2026

Absichtserklärung

Trumps Frieden – Irans Sieg

Während der US-Präsident das Memorandum mit Teheran als Durchbruch feiert, warnen Experten in Israel vor Zugeständnissen bei der Atomfrage und im Libanon

von Sabine Brandes  21.06.2026

Jerusalem

Umfrage: 92 Prozent der Israelis sehen Iran als Kriegssieger

Nur wenige Israelis halten die Kriegsführung ihrer Regierung für erfolgreich. Die Mehrheit sieht eine geschwächte Sicherheit und unerreichte Ziele.

 21.06.2026

Jerusalem

Israel lehnt Einschränkungen im Kampf gegen Hisbollah ab

Verteidigungsminister Israel Katz kündigt an, dass die israelische Armee auch weiterhin »Maßnahmen zur Beseitigung von Bedrohungen« im Südlibanon ergreifen könne

 21.06.2026

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Safed

Festgenommene Hisbollah-Terroristen in zivilem Krankenhaus in Nordisrael behandelt

Im Ziv Medical Center in Safed waren die libanesischen Patienten einem Zeitungsbericht zufolge gefesselt und wurden rund um die Uhr von Soldaten bewacht

 19.06.2026