Libanon

Israel will Gebiet bis Litani-Fluss kontrollieren

Am Sonntag zerstört Israel eine Brücke über den Litani-Fluss, um die Hisbollah daran zu hindern, sich nach Süden zu bewegen. Foto: picture alliance / Xinhua News Agency

Israel will nach Angaben des Verteidigungsministers Israel Katz bis auf Weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren. »Alle Brücken über den Litani, die von der Hisbollah für den Transport von Kämpfern und Waffen genutzt wurden, wurden gesprengt – und die israelische Armee wird die übrigen Brücken und das Sicherheitsgebiet bis zum Litani kontrollieren«, sagte Katz nach Angaben seines Büro bei einer Beratung mit Militärs im Hauptquartier der Armee in Tel Aviv. 

Die Bodentruppen würden weiter in den Libanon vorstoßen, kündigte Katz an. Wo sie gegenwärtig genau stehen, ist aber unklar. Israel teilt die Positionen seiner Truppen grundsätzlich nicht mit. 

Israel werde weiterhin mit aller Kraft gegen die mit dem Iran verbündete libanesische Hisbollah vorgehen, sagte Katz. Hunderttausende Bewohner des Südlibanon, die nach Norden geflohen waren, könnten nicht in das Gebiet südlich des Litani-Flusses zurückkehren, »bis die Sicherheit der Bewohner des (israelischen) Nordens gewährleistet ist«, sagte er. 

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Der rechte israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hatte sich am Montag dafür ausgesprochen, das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon zu einer »sterilen Sicherheitszone« zu machen. Der Litani-Fluss müsse Israels neue Grenze zum Libanon darstellen, forderte er. Smotrich ist zugleich Minister im Verteidigungsministerium. Es ist allerdings unklar, ob seine Forderung die offizielle israelische Regierungslinie darstellt. 

Nach einem etwa einjährigen Krieg zwischen Israel und der Hisbollah war im November 2024 eine Waffenruhe vereinbart worden. Die Vereinbarung sah auch vor, dass sich die Hisbollah hinter den Litani-Fluss etwa 30 Kilometer nördlich der israelisch-libanesischen Grenze zurückzieht. Dies ist aber nach Israels Darstellung ebenso wenig geschehen wie eine Entwaffnung der Terrororganisation. 

Diese hatte Israel nach den Massakern der Hamas am 7. Oktober 2023 ein Jahr lang unprovoziert angegriffen, bis Israel schließlich einschritt. Nach Beginn des Iran-Kriegs vor knapp einem Monat hatte auch die Hisbollah ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen. Der jüdische Staat reagierte mit heftigen Luftangriffen und Bodeneinsätzen in dem nördlichen Nachbarland. dpa/ja

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