Israel hat der palästinensisch-amerikanischen Aktivistin Linda Sarsour die Einreise verweigert. Grundlage der Entscheidung ist nach Angaben aus Jerusalem eine Empfehlung des Ministeriums für Diaspora-Angelegenheiten und den Kampf gegen Antisemitismus.
Die zuständige israelische Einwanderungsbehörde bestätigte, dass Sarsour künftig nicht mehr ins Land einreisen darf. Begründet wurde dies mit ihrer politischen Tätigkeit, die nach Einschätzung israelischer Stellen auf eine internationale Isolation des Landes abzielt.
Diaspora-Minister Amichai Chikli erklärte, Sarsour sei nach Erkenntnissen seines Ministeriums eine zentrale Figur in Kampagnen gegen Israel. Sie habe nach den Massakern des 7. Oktobers 2023 Pro-Hamas-Demonstrationen unterstützt. Israel könne Personen, die sich aktiv gegen den Staat richteten, keinen Zugang gewähren.
Chikli schrieb zudem auf der Plattform X: »Souveräne Staaten schützen ihre Grenzen. Israel wird seine Tore nicht länger für diejenigen öffnen, die daran arbeiten, es zu zerstören.« Der Minister warf Sarsour außerdem eine enge Verbindung zur antisemitischen BDS-Bewegung vor.
Insgesamt werde ihr politisches Engagement als Versuch gewertet, Israel international zu schwächen und zu isolieren, so die Argumentation aus Jerusalem. Chikli erklärte weiter: »Wer sein Leben darauf verwendet, Israel zu isolieren und zu schädigen, wird unsere Straßen nicht betreten. Punkt.«
Sarsour ist in New York geboren und palästinensischer Herkunft. Sie arbeitet als Beraterin des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani, dem ebenfalls israelfeindliche Positionen vorgeworfen werden, und war in der Vergangenheit unter anderem eine der nationalen Ko-Vorsitzenden des Women’s March in den USA. Zudem leitete sie die Arab American Association of New York.
Nach der Entscheidung reagierte Sarsour mit scharfer Kritik. Sie erklärte, sie werde wegen ihres Einsatzes für Menschenrechte ausgeschlossen. Israel bezeichnete sie dabei als »mörderisches Apartheidregime« und forderte die USA auf, »die Waffen- und Finanzhilfen sofort zu stoppen«. im