Israel

Israel stürzt im PISA-Ranking ab

Ein leeres Klassenzimmer in einer Schule in Givatayim Foto: Copyright (c) Flash 90 2025

Laut am Dienstag von der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) veröffentlichten Bericht hervorgeht, haben israelische Schüler in allen dreien der vom internationalen PISA-Programm bewerteten Bereichen so schlecht abgeschnitten wie nie zuvor. Das israelische Bildungsministerium bezeichnete die Resultate als ein »katastrophales Ereignis historischen Ausmaßes«, berichten israelische Medien.

Im Vergleich zur PISA-Studie von 2022 sind israelische Schüler in den Naturwissenschaften um acht Plätze, im Lesen um sieben und in Mathematik um sechs Plätze abgerutscht. In den Naturwissenschaften belegten sie Platz 44, noch hinter den Vereinigten Arabischen Emiraten, Vietnam, Uruguay und Chile. Schüler aus China, Singapur, Taiwan, Japan, Estland, Südkorea, Großbritannien, Kanada, Neuseeland und Australien führten das Ranking in den Naturwissenschaften an.

Lesen und Mathematik

Während Israel in den Bereichen Lesen und Mathematik bereits auf erschreckend niedrigen Rängen landete, war es bei der mathematischen Kompetenz der vorletzte Platz. Lediglich Albanien schnitt noch schlechter ab. Zum Vergleich: Ostasiatische Länder führten das Mathematik-Ranking an, während beispielsweise Großbritannien den zehnten Platz belegte und damit deutlich über dem Durchschnitt lag. Selbst die USA, die unter dem Durchschnitt lagen, kamen auf den 27. Platz.

Lesen Sie auch

Im Vergleich zu 2015 stieg 2025 der Anteil von Schülern, die als leistungsschwach eingestuft wurden. Soziale Ungleichheit erkläre die auffallend schlechten Ergebnisse nicht, zitiert die »Jerusalem Post« aus dem Bericht. Zwischen 2022 und 2025 habe sich die Kluft zwischen den leistungsstärksten Schülern (die oberen 10 Prozent) und den leistungsschwächsten Schülern (die unteren 10 Prozent) in Israel weder in Mathematik noch in den Naturwissenschaften wesentlich verändert. Im Bereich Lesen habe sie sich sogar verringerte. ja

Westjordanland

Schin-Bet-Chef streitet mit Rechtsradikalen

David Zini fordert von Ministerin Orit Strock eine klare Verurteilung jüdischer Siedlergewalt – und droht mit der Rückkehr zur Verwaltungshaft

von Sabine Brandes  06.10.2026

Jahrestag

Israel warnt vor Angriffen auf Juden am 7. Oktober

Am 7. Oktober jährt sich das Massaker von Hamas-Terroristen in Israel. Bei dem Überfall 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet. Israel warnt nun Israelis im Ausland und Juden weltweit vor Angriffen

 06.10.2026

Gedenken

»Berlin steht fest an Israels Seite«

Regierender Bürgermeister Kai Wegner besucht zum Jahrestag des 7. Oktobers den Geiselplatz in Tel Aviv und erhält die Medaille der Stadt

von Sabine Brandes  06.10.2026

Grausamer Plan

Der Professor, der Massenmörder werden wollte

Der Akademiker plante, Hunderte Araber zu töten und viele Unterstützer zu gewinnen. Die Bar-Ilan-Universität zeigt sich »zutiefst entsetzt«

von Sabine Brandes  06.10.2026

Gaza

Hamas: Sinwars »rechte Hand« überlebt israelischen Angriff

Bei einem israelischen Luftangriff in dem Palästinensergebiet sollen am Wochenende mehrere Menschen getötet worden sein. Israel zielte auf den ranghöchsten Hamas-Führer in dem Küstenstreifen ab – doch der hat wohl überlebt

 06.10.2026

Be’eri

»Ich musste ihre Geschichte erzählen«

Dafna Gerstner hat die Hamas-Massaker überlebt und wagt einen vorsichtigen Blick in die Zukunft

von Geneviève Hesse  06.10.2026

Geiseln

Überlebt

505 Tage war Omer Shem Tov in der Gewalt der Hamas in Gaza. Seine Schilderungen zeigen, wie leicht es sich all jene machen, die bei der Bewertung des Krieges die perfide Taktik der Terroristen ausblenden

von Sabine Brandes  06.10.2026

Interview

»Wir haben Angst, dass Shani und Carolin vergessen werden«

Sonja Bohl-Dencker und Ricarda Louk leben seit dem 7. Oktober mit einer unvorstellbaren Wunde – dem Tod ihrer Töchter, die von Hamas-Terroristen ermordet wurden

von Sophie Albers Ben Chamo  06.10.2026

7. Oktober

»Ich hatte keine Ahnung, wie sehr wir gehasst wurden«

Unsere Autorin ist an der Grenze zu Gaza aufgewachsen und lebt heute in Berlin. Hier beschreibt sie, wie das Hamas-Massaker ihr Leben verändert hat – und was es mit ihr macht, dass sie und ihr Land plötzlich weltweit als genozidal verleumdet werden

von Adi Kaslasy-Way  06.10.2026