Terror

Israel nimmt palästinensischen Attentäter fest

Israelische Sicherheitskräfte nach dem Anschlag Mitte Dezember in Ofra Foto: Flash 90

Es waren zwei Anschläge auf Israel und seine Bürger, die das Land wochenlang in Atem hielten – und einmal mehr fassungslos zurückließ.

Am 13. Dezember hatten nördlich von Jerusalem Angreifer an einer Bushaltestellte das Feuer auf Israelis eröffnet. Zwei Soldaten starben, ein Soldat und ein Zivilist wurden verletzt. Zwei weitere Menschen wurden verletzt.

Die Armee hatte anschließend vor allem das Gebiet um Ramallah durchkämmt, es kam zu gewaltsamen Konfrontationen. Der Attentäter flüchtete mit einem Auto.

Die beiden Anschläge hielten Israel wochenlang in Atem.

MUTTER Wenige Tage zuvor war bei einem anderen Anschlag eine hochschwangere israelische Mutter verletzt worden. Später starb das Baby, nachdem Ärzte es mit einem Notkaiserschnitt in der 30. Woche auf die Welt geholt hatten. Insgesamt wurden bei dem Anschlag nahe der israelischen Siedlung Ofra sieben Israelis teilweise schwer verletzt.

Fast einen Monat nach den tödlichen Anschlägen haben israelische Sicherheitskräfte nun im Westjordanland den mutmaßlichen Attentäter festgenommen. Der Palästinenser sei in der Nacht zum Dienstag im Haus eines Helfers in einem Dorf nördlich von Ramallah gefasst worden, teilte Israels Inlandsgeheimdienst Schin Bet mit.

Drei Tage nach dem Anschlag starb das Baby, das Ärzte mit einem Notkaiserschnitt geholt hatten.

Der Tatverdächtige habe weitere Anschläge vorbereitet. Bei der Festnahme seien auch ein Gewehr, Munition und Nachtsichtgeräte sichergestellt worden.

Premierminister Benjamin Netanjahu lobte die Sicherheitskräfte für die erfolgreiche Festnahme. »Ich gratuliere dem Schin Bet, der IDF zu der Festnahme des Terroristen, der den Anschlag in Givat Assaf durchgeführt hat und an dem Angriff in Ofra beteiligt war«, sagte er.

»Der lange Arm Israels wird all jene erreichen, die unseren Bürgern schaden, und der Staat Israel wird sie vor Gericht stellen«, so Netanyahu weiter.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Kulturminister Miri Regev erklärte: »Der Staat Israel beweist, dass er nicht ruhen wird, bis er jeden Terroristen gestellt hat. Unsere Feinde wissen, dass alle, die uns schaden wollen, unter größter Beobachtung unserer Sicherheitskräfte stehen.«  dpa/ja

Food-Trend

Der Mann fürs Eingemachte

Saure Gurken, Kraut und Rote Bete – für Eli Rosenblit ist Fermentieren mehr als Konservieren. Es ist Leidenschaft und israelische Lebensart. Ein Besuch in Herzliya

von Sabine Brandes  17.08.2026

Israel

Kushner wirbt bei Netanjahu für Gaza-Friedensplan

Trumps Schwiegersohn auf schwieriger Mission: Jared Kushner will einen Kompromiss ausloten, obwohl zwischen Israel und der Hamas bei den Verhandlungen über Gazas Zukunft noch eine tiefe Kluft liegt

 17.08.2026

Gesellschaft

Er starb – und rettete sechs Leben

Die Organspende des gefallenen israelischen Soldaten Shahar Gamla lässt auch ein siebenjähriges Mädchen gesund werden

von Sabine Brandes  17.08.2026

Machtkampf im Likud

Persönliche Wahlliste und »fake ballots«

Während die Parteimitglieder über Kandidaten abstimmen, sorgt Streit um reservierte Plätze und angeblich »gefälschte Stimmzettel« für Aufregung

von Sabine Brandes  17.08.2026

Israel

Ben-Gvir empört mit Aussage über Gaza

Jede Nacht sollten »30 bis 40« Menschen »entfernt« werden, fordert der israelische Polizeiminister

 17.08.2026

Tel Aviv

Immer weniger Israelis kehren aus dem Ausland zurück

Der Knessetabgeordnete Gilad Kariv wirft der Regierung vor, die Rückkehr von Israelis aus dem Ausland nicht zu einer politischen Priorität gemacht zu haben

 17.08.2026

Straßenverkehr

KI-Ampeln sollen in Israel 771 Stunden pro Tag sparen

Das staatliche Straßeninfrastrukturunternehmen Netivei setzt auf Ampeln, die sich mithilfe künstlicher Intelligenz laufend an die aktuelle Verkehrslage anpassen

 17.08.2026

Tel Aviv

Yoseph Haddad gründet Partei

Der arabisch-israelische Aktivist startet im Vorfeld der für den 27. Oktober vorgesehenen Knesset-Wahlen eine Kampagne

 17.08.2026

Westjordanland

US-Delegation will attackiertes Dorf Qusra im Westjordanland besuchen

Nach einem Bericht des israelischen Senders Kanal 12 wollen sich die US-Vertreter vor Ort ein eigenes Bild von der Lage machen. Diese bleibt angespannt

 17.08.2026