Petah Tikva

Israel nimmt Abschied von Inbar Hayman

Inbar Hayman wurde am Freitag in Petah Tikva beigesetzt Foto: Copyright (c) Flash 90 2025

Unter großer öffentlicher Anteilnahme ist im israelischen Petah Tikva die letzte von der Hamas übergebene weibliche Geisel, Inbar Hayman, beigesetzt worden. Die damals 27-Jährige hatte am 7. Oktober 2023 als Freiwillige auf dem Nova-Musikfestival gearbeitet und war von der islamistischen Terrororganisation Hamas in den Gazastreifen verschleppt und in Gefangenschaft ermordet worden. Wie schon bei vorangegangenen Beisetzungen toter Geiseln hielt Israels Präsident Isaac Herzog die Trauerrede.

Inbar bei einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen - tanzen.Foto: privat

»In was für einer Welt müssen sich Eltern zwei schreckliche Jahre lang danach sehnen, ihre geliebte Tochter beerdigen zu können?«, fragte Herzog. Inbar habe am 7. Oktober die Angreifer »wie eine Löwin« bekämpft, sagte der israelische Präsident, der die toten Geiseln und ihre Familien um Vergebung bat, »dass wir nicht für Sie da waren. Vergebung, dass wir Sie nicht retten konnten. Vergebung, dass wir so lange gebraucht haben, um Sie zu uns zurückzuholen.«

»Wir haben Monat für Monat, Abkommen für Abkommen gewartet, und am Ende bist du zurückgekommen«, sagte Jifat Hayman am Sarg ihrer toten Tochter mit tränenerstickter Stimme. Die Beisetzung wurde unter anderem vom Pressebüro der israelischen Regierung live gestreamt. Hayman war eine Graffiti-Künstlerin mit dem Künstlernamen »Pink« gewesen. Ihre Familie und Freunde hatten die Teilnehmer der Trauerfeier daher gebeten, rosa oder pink zu tragen.

Die Hamas hatte die sterblichen Überreste Haymans und einer weiteren Geisel am Mittwochabend übergeben. Beide waren vom israelischen gerichtsmedizinischen Institut identifiziert worden.

Nach der Vereinbarung über die Waffenruhe muss die Hamas insgesamt 28 tote Geiseln übergeben. Bisher übergab sie neun.

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