Israel

Israel tötet die zwei ranghöchsten iranischen Kommandeure

General Hossein Salami (l.) und General Mohammad Hossein Bagheri (M.) bei einer Militärparade im Mai Foto: picture alliance / abaca

Bei Israels Angriff auf Atomanlagen in mehreren Städten im Iran mit mehr als 200 Kampfflugzeugen waren auch Verstecke hochrangiger Mitglieder der iranischen Militärführung Ziele. Wie die israelische Armee und zum Teil auch iranische Quellen bestätigen, wurden dabei die ranghöchsten Militärkommandeure des iranischen Regimes ausgeschaltet: der Stabschef der Streitkräfte des iranischen Regimes, Mohammad Hossein Bagheri, der Kommandeur der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), Hossein Salami, und der Kommandeur von Khatam al-Anbiya (Notfallkommando), Gholam-Ali Rashid und der Kommandeur der Luftstreitkräfte, General Amir Ali Hadschisadeh.

General Hossein Salami herrschte über Irans Elitestreitmacht und galt bis zuletzt als einer der mächtigsten Männer in der Islamischen Republik. Salami war unter den Befehlshabern der IRGC für besonders aggressive Reden bekannt, in denen er Israel, den USA, und Saudi-Arabien drohte. IRGC-Kommandant Ahmad Vahidi soll als sein vorläufiger Nachfolger bestimmt worden sein.

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Bagheri koordinierte als Chef des Generalstabs der iranischen Streitkräfte Operationen der iranischen Armee und der Revolutionsgarde. Im Februar 2022 verkündete er laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass der Iran sein ballistisches Raketenprogramm »in Bezug auf Menge als auch Qualität« weiter vorantreiben werde. Ihm unterstanden auch die iranischen Armeeabteilungen, die Russland im Krieg gegen die Ukraine mit Drohnen versorgten.

Gholam Ali Rashid hat offensichtlich auch die engen strategischen Beziehungen des Iran zu mehreren nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen in der Region gepflegt. Er nannte die Hisbollah im Libanon, die Hamas und den Palästinensischen Islamischen Dschihad im Gazastreifen, die Milizen im Irak und die Huthi im Jemen direkte Ausläufer der iranischen Streitkräfte.

Macht der Revolutionsgarden

Amir Ali Hadschisadeh galt als Architekt des iranischen Raketenprogramms der vergangenen Jahren und überwachte auch die jüngsten Angriffe auf Israel.

Die Revolutionsgarden sind Irans Elitestreitmacht und der regulären Armee weit überlegen. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Truppe nicht nur militärisch massiv aufgerüstet, sondern baute auch ihren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einfluss aus – etwa durch Beteiligungen an Hotelketten und Fluggesellschaften.

Führende Wissenschaftler

Neben der militärischen Führungsriege wurden auch führende Atom-Wissenschaftler getötet, darunter Abdulhamid Minutscher, Professor und Dekan der Fakultät für Nukleartechnik an der Schahid-Beheshti-Universität, der sich auf Reaktorphysik und nukleare Simulationen spezialisiert hatte; Ahmadresa Solfaghari, ebenfalls Professor an der Fakultät für Nukleartechnik der Schahid-Beheshti-Universität; Amirhossein Faghihi, Stellvertretender Direktor der iranischen Atomenergieorganisation und Fakultätsmitglied der Nukleartechnik an der Schahid-Beheshti-Universität; Mohammed Mehdi Tehrantschi, Professor für Physik und Präsident der Islamischen Azad-Universität und Fereydun Abbasi, der frühere Leiter des iranischen Atomprogramms. ja/dpa

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