Naher Osten

Iran bricht Waffenruhe

Eine iranische Rakete über Israel (Archivfoto) Foto: picture alliance / Middle East Images

Mit einem Raketenangriff auf Israel hat der Iran die Waffenruhe mit Israel gebrochen, die am Morgen in Kraft trat. Israel hatte die Vereinbarung eine Stunde zuvor bestätigt.

Am Montagabend war ein Waffenstillstand von US-Präsident Trump angekündigt worden. Das iranische Regime trat der Vereinbarung nach nächtlichen Angriffen auf Israel bei. Vier Menschen in Beer Sheva kamen Dienstagfrüh beim Einschlag einer Rakete in ein Wohnhaus um.

Laut israelischen Medienberichten flogen zwei Raketen aus dem Iran nach Israel. Diese seien vermutlich abgeschossen worden, schrieben Zeitungen.

Lesen Sie auch

Im Norden heulten erneut die Sirenen, als die Waffe in der Luft war. Kurz vor 11.00 Uhr Ortszeit kam die Entwarnung.

»Mit voller Kraft«

Verteidigungsminister Israel Katz wies die Streitkräfte (IDF) an, »entschlossen« zu antworten, mit »intensiven Luftangriffe gegen Ziele des Regimes im Herzen Teherans«.

Zuvor hatten Knesset-Abgeordnete wegen des Bruchs der Waffenruhe Vergeltungsmaßnahmen gefordert. »Teheran wird erzittern«, twitterte der rechtsextreme Finanzminister Bezalel Smotrich. Avichai Boaron vom Likud verlangte Angriffe »mit voller Kraft«. Andere Knesset-Mitglieder schlossen sich diesen Forderungen an.

Ein Regierungsbeamter wurde in Zeitungsberichten zitiert. Er sagte demnach: »Iran hat die Waffenruhe gebrochen und wird dafür bezahlen.« Generalstabschef Eyal Zamir kündigte an, Israel werde mit Entschlossenheit antworten.

Derweil bestritt der Iran, nach der Bestätigung der Waffenruhe Raketen abgefeuert zu haben. Die staatliche Nachrichtenagentur ISNA schrieb, die Berichte über den Angriff seien falsch. ja

Tel Aviv

Gemeinsames Seemanöver Deutschlands und Israels vor Haifa

Ein Schiff der Bundesmarine besucht Haifa, es folgt ein Manöver mit Israel. Die gemeinsame Seefahrt geschieht vor dem Hintergrund einer weiter angespannten Lage in der Region nach dem Iran-Krieg

 25.06.2026

Israel

Ex-Armeechef Eisenkot könnte Netanjahu ablösen

In Umfragen holt seine Partei Jaschar rasant auf und liegt auf dem zweiten Platz hinter Likud

von Sara Lemel  25.06.2026

Knesset

Wahltag mit Fragezeichen

Der 20. Oktober gilt als Favorit für Israels nächste Parlamentswahl. Doch Streit in der Koalition und offene Gesetzesvorhaben könnten den Zeitplan noch verändern

von Sabine Brandes  25.06.2026

Nachruf

Jom-Kippur-Veteran Simcha Applebaum gestorben

Der Holocaust-Überlebende, Reservisten-Oberst und Mitbegründer des Kibbuz Netzer Sereni wurde 99 Jahre alt

 25.06.2026

Humanitäre Hilfe

Mehr als 10.000 Tote in Venezuela erwartet

Die Hilfsorganisation IsraAID macht sich auf den Weg in das lateinamerikanische Land nach den zwei verheerenden Erdbeben vom Mittwochabend

von Sabine Brandes  25.06.2026

Gesellschaft

Erste Hilfe für Plüsch und Seele

Im Norden Israels wurden Kuscheltiere zu Patienten – und Kinder finden zwischen Unsicherheit und Alltag ein Stück Geborgenheit

von Sabine Brandes  25.06.2026

Wettbewerb

Borat und der König vom KitKat

Am Strand von Tel Aviv versammelten sich Doppelgänger des Schauspielers Sacha Baron Cohen

von Sabine Brandes  25.06.2026

Jerusalem

Katz: IDF bleibt im Südlibanon – auch bei möglichem Druck aus Washington

»Die IDF sind vorbereitet … und wir ziehen uns nicht zurück«, sagt der israelische Verteidigungsminister

 25.06.2026

Nachrichten

Erfrischung, Iran, Design

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  24.06.2026