Nach Waffenruhe mit Iran

Geisel-Angehörige fordern Ende des Gaza-Kriegs

Bilder der von Hamas entführten Geiseln hängen am Zaun vor der Neuen Synagoge Berlin. Foto: picture alliance/dpa

Nach Verkündung einer Waffenruhe im Krieg mit dem Iran fordern Angehörige israelischer Geiseln auch einen sofortigen Stopp des Gaza-Kriegs. »Wir fordern die Regierung auf, dringend Verhandlungen aufzunehmen, die alle Geiseln zurückbringen und den Krieg beenden«, hieß es in einer Mitteilung des Forums der Geisel-Angehörigen. »Wer in der Lage ist, eine Waffenruhe mit dem Iran zu erreichen, kann auch den Krieg in Gaza beenden.«

In der Mitteilung hieß es weiter: »Die zwölftägige Operation im Iran ist beendet – jetzt ist es Zeit, den 627 Tage andauernden Krieg zu beenden.« Die Erfolge gegen den Iran seien »bedeutend und willkommen«. Sie ermöglichten es Israel, »den Krieg aus einer Position der Stärke zu beenden«.

Die Organisation dankte dem US-Präsidenten Donald Trump und schrieb: »Unsere Feinde sind so geschwächt wie nie – jetzt ist der entscheidende Moment, das Abkommen voranzutreiben, das all unsere Liebsten zurückbringt.«

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Vor der Bestätigung der Waffenruhe mit dem Iran durch Israel hatte es vom Geisel-Forum geheißen, eine Beendigung der Militäroperation gegen den Iran, ohne die Freilassung der weiterhin in Gaza festgehaltenen Geiseln zu erreichen, wäre ein »schwerer diplomatischer Misserfolg«.

Das Waffenstillstandsabkommen müsse auf Gaza ausgeweitet werden. »Wir fordern die Regierung auf, umgehend Gespräche zu führen, die zur Freilassung aller Geiseln und einem Ende des Krieges führen«, so die Organisation.

Im Gazastreifen werden nach offiziellen israelischen Angaben noch 50 Geiseln festgehalten, von denen weniger die Hälfte noch am Leben sein sollen. dpa/ja

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