Gaza

Fallschirmjäger stirbt durch Eigenbeschuss

Ofri Yaffe Foto: IDF

Bei einem nächtlichen Einsatz im südlichen Gazastreifen ist ein israelischer Soldat durch versehentlichen Eigenbeschuss ums Leben gekommen. Der 21-jährige Stabsunteroffizier Ofri Yafe, Angehöriger der Aufklärungseinheit der Fallschirmjäger, wurde während einer Operation im Raum Chan Junis tödlich verletzt. Das Militär hat eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet und die Familie informiert.

Nach ersten Erkenntnissen ereignete sich das Unglück in den frühen Morgenstunden, als mehrere Einheiten in einem zerstörten Gebiet in unterirdischen Tunnelstrukturen operierten. Ziel der Mission war es, verbliebene Teile eines Tunnelsystems zu lokalisieren und zu zerstören, das zuvor auch zur Festhaltung von Geiseln genutzt worden sein soll. Im Verlauf der Operation wurde ein Soldat fälschlicherweise als Bedrohung identifiziert und eröffnete das Feuer auf einen Kameraden. Die genauen Umstände, die zu der Fehlidentifikation führten, werden noch untersucht.

Die Armee prüft unter anderem, ob es zu einer Aufsplittung der Einheit, zu Verzögerungen im Vormarsch oder zu Verwirrung durch die komplexe Gelände- und Routenführung kam. Auch die Einhaltung der Einsatzregeln wird intern überprüft. Der Vorfall gilt als schwerwiegend, die detaillierten Ergebnisse sollen der Familie nach Abschluss der Ermittlungen vorgestellt werden.

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Yafe stammte aus dem Norden Israels und hinterlässt seine Eltern sowie drei jüngere Brüder. Angehörige und lokale Vertreter würdigten ihn als lebensfrohen, engagierten jungen Mann mit starkem Wertebewusstsein. Seine Familie erklärte: »Wir sind fassungslos über die Tragödie und können den Verlust unseres geliebten Sohnes nicht begreifen.«

Auch Vertreter aus seiner Heimatregion äußerten sich betroffen. Er sei ein junger Mensch gewesen, der sich bewusst für den Dienst im Militär entschieden habe und für seine Mitmenschen und das Land habe beitragen wollen. »Unsere Herzen sind gebrochen«, hieß es in einer Erklärung der Regionalverwaltung. Die Gemeinde und die gesamte Region stünden der Familie in dieser schweren Zeit bei.

Auch Streitkräfte sprechen seiner Familie und seinen Angehörigen ihr tiefstes Beileid aus. »Möge sein Andenken ein Segen sein«, hieß es. im

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