Umfrage

Erstmals vorn: Eisenkot überholt Netanjahu

Gadi Eisenkot am Sonntag bei einer Konferenz in Jerusalem Foto: copyright (c) Flash90 2026

In einer neuen Umfrage des israelischen Senders Kanal 13 liegt die Partei Jaschar von Gadi Eisenkot erstmals vor dem Likud von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Wochenlang hatten beide Parteien in den Erhebungen gleichauf gelegen, nun zeichnet sich erstmals ein Vorsprung für Eisenkot ab. »Ynet« und andere israelische Puplikationen berichteten.

Würde jetzt gewählt, käme Jaschar demnach auf 23 Mandate, der Likud auf 22. Drittstärkste Kraft wäre die Partei Naftali Bennetts, die mit 15 Sitzen zwei Mandate weniger erzielen würde als in der vorangegangenen Umfrage. Auf die Frage, wer sich besser als Regierungschef eigne, entschied sich knapp die Hälfte der Befragten für Eisenkot statt für Netanjahu.

Durchgeführt wurde die Erhebung vom Institut Hamadad unter Leitung von Schmuel Rosner und Noah Slepkov, in Zusammenarbeit mit dem Sample Project, Askaria und Statnet.

Kopf-an-Kopf-Rennen im Mittelfeld

Im Mittelfeld liefern sich mehrere Parteien ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Sowohl die von Jair Golan geführten Demokraten als auch Avigdor Liebermans Jisrael Beitenu kämen auf jeweils zehn Sitze. Dahinter folgen mit je acht Mandaten gleich drei Parteien: Schas, das Vereinigte Tora-Judentum sowie Otzma Jehudit unter dem amtierenden Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir.

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Hadasch-Ta’al käme auf sechs Sitze, die von Bezalel Smotrich geführte Religiös-Zionistische Partei und Ra’am auf jeweils fünf. Das neue Bündnis von Chili Tropper und Yoaz Hendel schaffte es der Umfrage zufolge ebenso wenig über die Sperrklausel wie Benny Gantz’ Blau-Weiß oder die Partei Balad.

Auch zur umstrittenen Regelung für die Wehrpflicht ultraorthodoxer Männer wurden Meinungen erhoben. Ein von Netanjahu mit den Haredi-Parteien vereinbartes Gesetz soll verhindern, dass junge Haredim, die sich nicht zum Militärdienst gemeldet haben, verhaftet werden. In der Gesamtbevölkerung lehnen 56 Prozent diese Regelung ab, nur 29 Prozent befürworten sie, der Rest ist unentschieden. Unter Wählern der Regierungskoalition kehrt sich das Bild jedoch um: Hier sprechen sich 68 Prozent für das Gesetz aus, 21 Prozent dagegen.

Auf die Frage, ob das Gesetzespaket ihr Stimmverhalten bei der nächsten Wahl beeinflussen werde, erklärte mehr als die Hälfte der Teilnehmer (53 Prozent), bereits eine feste Wahlentscheidung getroffen zu haben, die sich dadurch nicht ändern werde. Ein Fünftel gab hingegen an, dass die Regelung ihre Wahl definitiv beeinflussen werde, weitere 17 Prozent hielten dies für möglich. im

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