Nahost

Echtes und inszeniertes Leid

Der Israelhasser und Fotograf Anas Zeyad Fteha lichtet am 24. Juli 2025 Bewohner Gazas mit leeren Töpfen ab. Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Im Nahost-Konflikt rückt die Rolle der Propaganda immer stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte. Insbesondere die Hamas nutzt gezielt inszenierte Bilder und Videos aus dem Gazastreifen, um das Leid der Bevölkerung für ihre politische Agenda zu instrumentalisieren. Der Fotograf Anas Zayed Fteiha setzt laut Recherchen von »Süddeutscher Zeitung«, »Bild«, »Welt« und weiteren Medien die Notlage der Palästinenser in der Enklave zugunsten der Hamas-Propaganda in Szene.

Fteiha arbeitet für die türkische Nachrichtenagentur Anadolu, die eng mit der Führung des türkischen Präsidenten und Hamas-Unterstützers Recep Tayyip Erdoğan verbunden ist. Seine Fotografien zeigen bevorzugt dramatische Großaufnahmen von Kindern, die leere Töpfe in die Kamera halten, verzweifelten Müttern und zerstörten Lebenswelten – Bilder, die international von Medien verbreitet werden.

Anas Zeyad Fteha ist Fotojournalist, äußert sich aber israelfeindlich in sozialen MedienFoto: IMAGO/Anadolu Agency

Gleichzeitig fällt Fteiha durch israelfeindliche Botschaften in den sozialen Medien auf – etwa durch Videos mit der Überschrift »Fuck Israel« – und Verbindungen zu israelfeindlichen Aktivistennetzwerken in Europa.

Bilder und Lügen

Agenturen wie die Deutsche Presseagentur und Agence France Presse distanzieren sich den Berichten zufolge von Fteiha und betonen, dass sie Bildmaterial vor der Veröffentlichung sorgfältig auf Unabhängigkeit und Unparteilichkeit prüfen. Der Deutsche Journalisten-Verband warnt: Im Krieg werde Bildmaterial strategisch eingesetzt, um die öffentliche Meinung emotional zu beeinflussen. Dies gelte für »alle Konfliktparteien«.

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Die »Süddeutsche Zeitung« zitierte auch den Historiker und Fotografie-Experten Gerhard Paul. Er behauptet, dass die Hamas im Süden Gazas die Kontrolle über die gesamte Bildproduktion innehabe und diese gezielt nutze, um im Westen Mitleid zu erzeugen und Wut gegen Israel zu schüren. Die Hamas schafft es mit ihrer Propaganda, auch in Nordamerika und Europa Millionen Unterstützung zu generieren – und dies, obgleich sie den Krieg mit ihren Massakern in Israel begann, weiterhin 50 Geiseln hält, von denen 30 bereits tot sind, und ihre eigene Bevölkerung missbraucht und bestiehlt.

Mediale Bilder, aber auch Lügen nutzt sie geschickt, um Mitgefühl zu wecken, das sie selbst nicht hat, und um politische Unterstützung zu mobilisieren – während gleichzeitig die Realität ihres Terrors und des von ihr betriebenen Missbrauchs ihrer eigenen Bevölkerung verzerrt wird. im

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