Israelische Behörden haben nach eigenen Angaben Drogen in Lieferungen humanitärer Hilfe für den Gazastreifen entdeckt. Gleichzeitig meldete die Armee die Zerstörung zweier Waffenlager der Hamas in Moscheen sowie die Festnahme mehrerer mutmaßlicher Terroristen im Westjordanland.
Der Koordinator für Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT) teilte laut israelischen Medienberichten mit, die Drogen seien in Lebensmittellieferungen für die Bevölkerung des Gazastreifens versteckt worden. Der Hinweis auf den Fund stamme von der Hilfsorganisation World Central Kitchen (WCK).
Nach Angaben von WCK wurden die Substanzen beim Entladen von Hilfslieferungen und bei der anschließenden Zubereitung von Lebensmitteln in den Küchen der Organisation entdeckt. Versteckt waren sie demnach in Verpackungen mit Dosenpaprika. Insgesamt fanden die Mitarbeiter sechs Bündel Haschisch mit einem Gesamtgewicht von etwa 600 Gramm. Hinzu kamen rund 160 Gramm weiterer illegaler Substanzen.
Maßnahmen gegen Missbrauch
COGAT warf der palästinensischen Terrororganisation Hamas vor, humanitäre Lieferungen für eigene Zwecke zu missbrauchen. »Der Vorfall zeigt erneut, dass die Hamas vor nichts zurückschrecken wird, um humanitäre Hilfe für ihre eigenen Bedürfnisse auszunutzen«, erklärte die Behörde. Die Behörde kündigte an, gemeinsam mit den zuständigen Stellen gegen Versuche vorzugehen, die Strukturen für humanitäre Hilfe zu missbrauchen.
Bereits am Vortag hatte die Behörde eine Analyse veröffentlicht, wonach die Menge der in den Gazastreifen gelangenden Hilfsgüter deutlich über dem liege, was nach Einschätzungen von UN-Organisationen und internationalen Hilfsorganisationen für die Versorgung der Bevölkerung erforderlich sei.
Ein ranghoher COGAT-Vertreter bezeichnete die Hamas in diesem Zusammenhang als »das größte Hindernis für eine weitere Verbesserung der Lage im Gazastreifen«. Die Organisation behindere humanitäre Aktivitäten, nutze zivile Infrastruktur aus, beeinflusse Verteilungsmechanismen und versuche wiederholt, verbotene Gegenstände als Teil humanitärer Lieferungen einzuschleusen, so der Beamte.
Einsatz gegen Waffenlager
Parallel dazu meldeten IDF und Schin Bet einen Einsatz gegen Waffenlager der Hamas im nördlichen Gazastreifen. Zwei Depots seien in Moscheen in den Gebieten Schati und Deir al-Balah entdeckt und zerstört worden.
Nach Angaben der Armee befanden sich dort unter anderem Dutzende Kalaschnikow-Gewehre, Magazine und weiteres militärisches Material. Vor den Angriffen seien Warnungen ausgegeben worden. Zudem seien Präzisionswaffen und Luftüberwachung eingesetzt worden, um das Risiko für Zivilisten zu verringern. im