Israel/USA

Bericht: Israels Abwehrraketen könnten knapp werden

Test einer israelischen Arrow-Rakete Foto: imago/Xinhua

In Israel gehen einem Bericht des »Wall Street Journal« zufolge die Abwehrraketen vom Typ Arrow zur Neige, die zur Abwehr von Angriffen mit ballistischen Langstreckenraketen aus dem Iran eingesetzt werden.

Die amerikanische Zeitung zitierte namentlich nicht genannte US-Offizielle, dass man sich seit Monaten bewusst sei, dass es Nachschubprobleme gebe.

Seit der neuerlichen Eskalation des Konfliktes vergangene Woche habe das US-Verteidigungsministerium weitere Abfangsysteme in die Region verlegt. Der Iran hat seit dem Wochenende mehr als 400 Raketen auf Israel abgefeuert. Von israelischen Experten wird das Arsenal an Langstreckenraketen der Islamischen Republik auf rund 2000 geschätzt. Ein erheblicher Teil davon sei jedoch in den letzten Tagen von israelischen Bombern zerstört worden.

Der Hersteller der Arrow-Raketen, Israel Aerospace Industries, wollte sich auf Anfrage des »Wall Street Journals« nicht äußern. Die israelischen Streitkräfte erklärten gegenüber dem Blatt, man sei auf gut auf mögliche weitere Angriffe vorbereitet.

Das Arrow-3-System gilt als sehr fortschrittliche und effektive Methode zur Abwehr von Raketenangriffen. Auch Deutschland hat das System in Israel bestellt und will in den kommenden Jahren einen Abwehrschirm aufbauen. mth

Die iranische Atomanlage Fordo vor den amerikanischen Angriffen

Iranisches Atomprogramm

Fordo: Der Mossad war da

Yossi Cohen leitete den israelischen Auslandsgeheimdienst von 2015 bis 2021. Unter seiner Ära hätten israelische Spione die iranische Atomanlage Fordo mehrmals in Augenschein genommen

 12.08.2026

Israel

Tel Aviv bekommt offiziell einen »Geiselplatz«

Der Platz vor dem Kunstmuseum der israelischen Metropole wurde zum Sammelort für alle, die ihre Solidarität mit den Geiseln in Gaza ausdrücken wollten. An diese dramatische Zeit soll nun seine offizielle Umbenennung erinnern

von Andrea Krogmann  12.08.2026

Kommentar

UNRWA: Fakten statt Tabus

Warum Kritik am Palästinenserhilfswerk auf Schweigen und Ablehnung stößt

von Duki Dror  12.08.2026

Tel Aviv/Gaza/Brüssel

Israel verlängert zwei EU-Missionen in Palästinensergebieten

Die EU hilft bei der Ausbildung palästinensischer Polizisten und der Überwachung des Rafah-Grenzübergangs. Beide EU-Missionen können nun aus Sicht Israels bis 2027 weitergehen

von Cindy Riechau  12.08.2026

Eskalation

Israelisches Ministerium droht mit Schließung heiliger Stätten

Kein Geld, kein Service: Weil ein Haushaltsstopp auch den Betrieb heiliger Stätten betrifft, droht das zuständige Religionsministerium in Israel mit Schließungen - wenige Wochen vor den höchsten Feiertagen

 12.08.2026

Nahost

Abbas zu Gesprächen mit Erdoğan in Ankara

Der Palästinenserpräsident will sich zwei Tage in der Türkei aufhalten. Israels Finanzminister Smotrich fordert Netanjahu auf, Abbas die Rückkehr zu verweigern

 12.08.2026

UNO

Kein Rückzug aus Siedlungen

»Wir werden nirgendwo hingehen. Die jüdischen Gemeinden werden in Judäa und Samaria bleiben«, sagt Israels UNO-Botschafter Danny Danon

 12.08.2026

Jerusalem/Caracas

Israel und Venezuela nähern sich nach 17 Jahren wieder an

Beide Staaten verständigen sich auf die Wiederaufnahme konsularischer Kontakte und die Einrichtung eines offiziellen Koordinierungskanals

 12.08.2026

Westjordanland

Israels Armee verurteilt illegale Siedlerposten innerhalb palästinensischer Dörfer

Die IDF bezeichneten die jüngsten Vorgänge in dem Gebiet als »illegal, verwerflich und inakzeptabel«. Aber tun sie etwas dagegen?

 12.08.2026