Reaktionen

»Außergewöhnliche Leistung des Staates Israel«

IDF-Soldaten bergen Ran Gvilis Leiche in Gaza. Foto: picture alliance / Xinhua News Agency

Reaktionen

»Außergewöhnliche Leistung des Staates Israel«

Freude und Erleichterung über Ran Gvilis Rückkehr

 01.02.2026 11:45 Uhr

Nach der Rückführung der sterblichen Überreste Ran Gvilis aus Gaza haben US-Präsident Donald Trump und Premier Benjamin Netanjahu betont, dass nun die nächste Phase im Küstenstreifen beginnen müsse. Netanjahu sprach vor der Knesset von einer »außergewöhnlichen Leistung des Staates Israel«. Gvili sei »ein Held«, der als Erster in den Kampf gezogen und »als Letzter zurückgekehrt« sei, zitierte er die Worte der Mutter des Toten.

»Wir haben versprochen, alle zurückzubringen, und wir haben alle zurückgebracht, bis zum Letzten«, so Netanjahu weiter. Geiselangehörige hatten ihn immer wieder dafür kritisiert, genau dieses Versprechen in den vergangenen zwei Jahren nicht an erste Stelle gesetzt zu haben.

»Gute Arbeit«

Trump lobte auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social die eigene Regierung: »Gute Arbeit! Die meisten hielten es für unmöglich«, schrieb er und gratulierte seinem »großartigen Team von Champions«, das die Geiselfreilassungen und den Waffenstillstand vermittelt habe. Dabei ging der US-Präsident noch einen Schritt weiter: In einem Interview erklärte er, auch die Hamas habe bei Gvilis Bergung mitgewirkt. »Sie haben sehr hart daran gearbeitet, den Leichnam zurückzubringen.« Die Terrororganisation habe dabei »mit Israel zusammengearbeitet«.

Solange die Hamas ihre Waffen behalte, bleibe Gaza blockiert – politisch wie wirtschaftlich.

Gleichzeitig machte Trump klar, was dieser Kooperation zu folgen habe: Ohne vollständige Entwaffnung der Hamas gebe es keinen Wiederaufbau. Solange die Hamas ihre Waffen behalte, bleibe Gaza blockiert – politisch wie wirtschaftlich.

Lesen Sie auch

Auch Netanjahu betonte, dass mit dem Ende der Geiselkrise nun nicht der Wiederaufbau Gazas, sondern »die Entwaffnung der Hamas und die Demilitarisierung des Gazastreifens« anstehe. Aussagen zu Israels Verpflichtungen in der nächsten Waffenstillstandsphase machte er nicht. Symbolträchtig entfernte er während seiner Rede schließlich die gelbe Schleife vom Revers – das Zeichen der Solidarität mit den Geiseln. »Jetzt, da der Auftrag erfüllt ist, ist es an der Zeit, sie abzulegen.« Präsident Isaac Herzog und Oppositionspolitiker folgten Netanjahus Beispiel.

In Washington unterstrichen derweil Vertreter der Trump-Regierung, dass Gvilis Rückführung den Nutzen internationaler Zusammenarbeit belege. Ein Beamter sprach von einer engen Koordination zwischen den USA, Israel, Ägypten, Katar und der Türkei, die gezeigt habe, »was möglich ist, wenn man zusammenarbeitet«.

Reaktion

»Wir dürfen nicht dulden, dass Ausländerkriminalität, Judenhass an der Tagesordnung sind«

Bundeskanzler Merz sprach in Berlin über Migration und den grassierenden Judenhass im Land

 17.09.2026

Brandanschlag auf Synagoge Wuppertal

Nach ersten Erkenntnissen handelte der polizeibekannte Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit allein

 17.09.2026 Aktualisiert

Gesellschaft

20.000 neue Olim – auch aus Deutschland

Die Jewish Agency verzeichnete im jüdischen Jahr 5786 Einwanderer aus 100 Ländern. Besonders viele kamen aus Russland, Frankreich und den USA

von Sabine Brandes  17.09.2026

Terrorismus

Die Huthi bedrohen den Hafen von Eilat

Die Kontrolle über eine der wichtigsten Handelsrouten droht sich zu verschärfen – mit Folgen für Israels Seehandel, Versorgung und Lebenshaltungskosten

von Sabine Brandes  17.09.2026

Tel Aviv

Heikle Bergung eines 2000 Jahre alten Ritualbads in Israel

Mit Spezialkran und viel Fingerspitzengefühl: In Israel wird eine 25 Tonnen schwere Mikwe aus der Erde gehoben. Stahlträger halten das antike Bauwerk zusammen – die heikle Bergung gelingt unbeschadet

 17.09.2026

Nachrichten

Nachteulen, Gedenken, Tierschutz

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  17.09.2026

Eklat

Kampfpilot weist Vorwürfe von »Naza« zurück

Ein ehemaliger Kommandeur einer Luftwaffenbasis widerspricht der Darstellung, die Armee nehme den Tod von Zivilisten bewusst in Kauf. Zugleich verteidigt er die kritische Auseinandersetzung mit dem Militär

von Sabine Brandes  17.09.2026

Tel Aviv

Schwitziges Date

Beim alljährlichen »Singles Run« laufen Tausende der großen Liebe hinterher

von Sabine Brandes  17.09.2026

Jerusalem

Netanjahu strebt Gesetzesänderung an

Der Ministerpräsident reagiert damit auf die Diskussion um den Dokumentarfilm »Naza«. Über dessen Macher Yuval Abraham und Rachel Szor sagt der Regierungschef: »Ihr Platz ist nicht hier.«

 17.09.2026