Israel

Außenminister ruft Juden weltweit zur Einwanderung auf

Der israelische Außenminister Gideon Sa’ar Foto: Copyright (c) Flash 90 2025

Angesichts der wachsenden Zahl antisemitischer Übergriffe hat Israels Außenminister Gideon Sa’ar Juden in aller Welt eindringlich aufgefordert, nach Israel zu ziehen. Bei einer Chanukka-Feier in Rischon LeZion sprach Sa’ar von einer historischen Zäsur und erklärte, der Zeitpunkt für eine Rückkehr in den jüdischen Staat sei gekommen.

Zwar hätten Juden das Recht, überall auf der Welt in Sicherheit zu leben, sagte der Außenminister laut einem Bericht der israelischen Zeitung »The Times of Israel«. Die Realität zeige jedoch ein anderes Bild. »Wir sehen und verstehen genau, was geschieht, und wir haben eine bestimmte historische Erfahrung«, erklärte Sa’ar. Antisemitismus sei längst kein Randphänomen mehr. »Heute werden Juden weltweit gejagt«, fügte er hinzu.

Lesen Sie auch

Mit Blick auf konkrete Länder wandte sich Sa’ar ausdrücklich an jüdische Gemeinden in Großbritannien, Frankreich, Australien, Kanada und Belgien. »Kommt ins Land Israel! Kommt nach Hause!«, rief er. Israel stehe bereit, Neuankömmlinge aufzunehmen und zu integrieren. »Wir warten hier mit offenen Armen auf euch. Mit Liebe. Im wahren Zuhause des jüdischen Volkes.«

Es sei nicht nachvollziehbar, Kinder in einem Klima wachsender Bedrohung aufwachsen zu lassen, sagte Sa’ar weiter. Israel biete jüdischen Familien nicht nur Sicherheit, sondern auch Selbstbestimmung: »Kommt mit euren Familien in das Land unserer Vorväter, in den Staat Israel, in dem die Juden der ganzen Welt gezeigt haben, was jüdische Selbstverteidigung bedeutet. Die Zeit ist gekommen.« im

Hintergrund

Kampf um den mächtigen Sessel

Ohana raus, Lapid rein? Die Opposition will den Knessetpräsidenten austauschen. Es geht um weit mehr als einen repräsentativen Posten

von Sabine Brandes  02.11.2026

Regierungsbildung in Israel

Präsident Herzog will erst mit kleinen Parteien sprechen

Präsident Isaac Herzog beginnt am Mittwoch mit den Konsultationen zur Regierungsbildung

 02.11.2026

Wirtschaft

Wahlkater an der Börse

Die Hoffnung auf einen politischen Wandel in Israel ließen Aktien und Schekel zunächst steigen. Doch das Ergebnis schürt die Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.11.2026

Wahlen

»Wie schwarz muss eine Seele sein …«

Rechte Demonstranten machen am Sonntagabend bei einem Protest vor dem Wohnhaus des Politikers Gadi Eisenkot den Tod seines Sohn zum Gegenstand der Hetze

von Sabine Brandes  02.11.2026

Westbank

Israels Armee zieht aus Hebron ab

Elf Tage nach Beginn des Anti-Terror-Einsatzes haben sich die israelischen Truppen zurückgezogen

 02.11.2026

Krieg

Tanker im Persischen Golf attackiert

Die Golfregion ist für Tanker und Frachtschiffe weiterhin gefährlich. Erneut wird ein Tanker angegriffen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  02.11.2026 Aktualisiert

Israel

Herzog ruft Israels Politiker zu Kompromissbereitschaft auf

Der Präsident mahnt die Parteichefs zur Flexibilität bei den Koalitionsgesprächen und warnt vor Neuwahlen. Am Mittwoch beginnen die Beratungen in seinem Amtssitz

 01.11.2026