Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Sehen gut aus, machen aber viel Schmutz: Kraniche im Hula-Tal Foto: Flash 90

Taxi
Er will ein Mann für die Bürger sein. Itzik Braverman, Bürgermeister von Petach Tikwa, möchte nicht nur hinter seiner dicken Bürotür sitzen, sondern zu den Leuten auf der Straße gehen und sie nach ihren Wünschen und Problemen fragen. Dafür fuhr er jetzt einen Tag lang mit einem Taxi durch seine Stadt und zeigte sein offenes Ohr für die Belange der Bewohner. Alle (stets erstaunten) Fahrgäste des Taxis fanden Braverman auf dem Rücksitz vor und wurden mit einem freundlichen »Schalom« begrüßt. Der bürgernahe Politiker fragte: »Wie finden Sie Ihre Stadt?«, hörte sich Klagen und Verbesserungsvorschläge an und freute sich über Lob. »Ich sehe es als besonders wichtig an, mit den Menschen in Kontakt zu treten und zu bleiben«, so der Bürgermeister, der sein Amt vor drei Jahren angetreten hatte, nachdem sein Vorgänger nach einem Korruptionsskandal zurücktreten musste.

Vögel
Jedes Jahr, wenn der Winter naht, kommen sie wieder: Millionen von Zugvögeln, die in Israel auf ihrem Weg nach Afrika im Hula-Tal Rast machen. Auch dabei sind Zehntausende von Kranichen. Die Vögel sind schon lange zu einer Attraktion bei Einheimischen wie Touristen geworden. Doch nun warnen Wissenschaftler vom Tel-Hai-College im Norden des Landes, dass die Fäkalien der Kraniche sich katastrophal auf einen See auswirken könnten, da sie das Wachstum von gefährlichen Algen fördern. Außerdem seien diese Vögel besonders anspruchsvoll, sie fräßen große Mengen und müssten immer wieder von den Feldern in der Umgebung weggelockt werden. Die Zahl der Kraniche habe in den vergangenen Jahren stetig zugenommen, so die Wissenschaftler. Sie arbeiten derzeit an einer Lösung des Problems.

Essen
Laut einer neuen Studie kaufen sozial schwache Familien in Israel vor allem billiges und damit ungesunderes Essen. Vor allem fehlen Obst und Gemüse. Der Ernährungsexperte Dov Chernichovsky vom Taub-Institut erläuterte, dass hingegen viele Mehlprodukte sowie fettiges Essen verzehrt würden. Die stattdessen empfohlene sogenannte Mittelmeerdiät enthält hauptsächlich pflanzliche Nahrungsmittel. Diese würde monatlich umgerechnet rund 200 Euro pro Erwachsenem und 170 Euro pro Kind kosten. Doch viele Familien könnten diese Beträge leider nicht aufbringen, beklagt Chernichovsky.

Bilder
Die Bilder der Künstlerin Efrat Ilan sind derzeit sehr gefragt. Denn darunter sind auch Porträts der aktuellen amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump. Diese werden derzeit, zusammen mit 13 anderen Werken von ihr, in der Ausstellung Faces in Miami gezeigt. »Das ist eine große Ehre«, freut sich die Künstlerin, die für ihren plakativen modernen Stil bekannt ist.

Hilfe
Auch Offizielle benötigen manchmal unkonventionelle Hilfe. Der israelische Botschafter bei der UNESCO, der OECD und dem Europarat, Carmel Shama-Hacohen, suchte kurz vor Schabbatbeginn per Facebook nach einem Übersetzer. Er brauche dringend jemanden, der einen Artikel aus dem Hebräischen ins Französische übersetzen könne, schrieb er, denn das Büro sei bereits geschlossen. »Schabbat Schalom, liebe Israelfreunde. Der israelische Staat braucht ein wenig Hilfe ...« Die Unterstützung kam prompt: Dutzende von Menschen teilten den Post, und viele boten unbürokratisch den Einsatz ihrer linguistischen Fähigkeiten an.

Bürogebäude
Das »smarteste Bürogebäude« der Welt wird jetzt in Israel gebaut. Das gibt zumindest der Eigentümer, die Hightechfirma Intel, an. Das Super-Haus soll in Petach Tikwa in der Nähe von Tel Aviv entstehen. Mit 34.000 Quadratmetern Bürofläche soll es 2500 Programmentwickler beherbergen. Das ökologische Gebäude werde zudem in Sachen Energie und Umweltdesign führend sein. Auf neun Etagen sollen die Angestellten zusammengebracht werden, die derzeit in 13 verschiedenen Häusern arbeiten. Bei Intel wird es eine Tiefgarage für Pkw und Fahrräder, elektronische Labore, drei Restaurants, ein Café, ein Fitnessstudio, einen Schönheitssalon, einen Friseur sowie ein Messezentrum geben.

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