Terror

Anschlag im Westjordanland

Am Mittwochabend hat es erneut einen Terroranschlag mit einem Fahrzeug gegeben. Gegen 22 Uhr Ortszeit raste ein Lieferwagen mit palästinensischem Nummernschild bei El Arub im Westjordanland, südlich von Jerusalem, in einen israelischen Armeeposten.

Drei Menschen wurden dabei verletzt, zum Teil schwer. Der Fahrer des Wagens entkam. Die Soldaten wurden in ein Jerusalemer Krankenhaus eingeliefert. Nach Angaben der dortigen Ärzte befinden sie sich außer Lebensgefahr, zwei von ihnen allerdings in kritischem Zustand.

Die Soldaten standen am Rand der Schnellstraße 60, als der weiße Lieferwagen, ohne abzubremsen, direkt auf sie zuraste. Die israelische Armee und Polizei errichteten Straßensperren, um den Täter zu stellen. Die palästinensische Terrororganisation Hamas lobte den Anschlag bereits öffentlich.

Verhaftungen Am Donnerstagvormittag konnte die Armee bereits zwei mutmaßliche Täter, den Vater und Bruder des Hauptverdächtigen Hamam Mesalmeh, verhaften. Mögliche Komplizen wurden ebenfalls festgenommen. Nach Mesalmeh selbst wird noch gefahndet. An der Stelle, an der sich der Anschlag ereignete, warfen heute Palästinenser Steine auf vorbeifahrende israelische Autos.

Der Vorfall war bereits der zweite Terroranschlag innerhalb eines Tages. Bereits am Mittwochnachmittag war in Jerusalem ein Auto in eine Menschengruppe gerast. Ein Fußgänger wurde dabei getötet, mindestens 13 verletzt. Der von der Polizei als Täter beschriebene Palästinenser Ibrahim al-Akari aus dem östlichen Viertel Schuafat soll Mitglied der Hamas sein. ja

Untersuchungskommission

Hamas-Massaker: Unruhen im Gerichtssaal

Israel ist noch immer auf der Suche nach Antworten für die Versäumnisse vor dem 7. Oktober

von Sabine Brandes  23.04.2026

Jom Haazmaut

Trump erhält Israel-Preis für besondere Verdienste um das jüdische Volk

Nach Angaben des israelischen Bildungsministeriums erhält der amerikanische Präsident den Preis in der Kategorie »besondere Verdienste um das jüdische Volk«

 23.04.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« kooperiert mit katholischer »Tagespost«

Ein Zeichen gegen Antisemitismus: »Die Tagespost« legt ihren Abonnenten die »Jüdische Allgemeine« kostenlos bei. Hinter der Aktion steckt unter anderem ein rundes Jubiläum

von Hannah Krewer  23.04.2026

Jom Haazmaut

Herzog ehrt Soldaten am Unabhängigkeitstag – Armee zu neuer Offensive bereit

»Herausragende Soldaten lernen in normalen Jahren die Schlachten der Vergangenheit – aber ihr kämpft die Schlachten, die künftige Generationen studieren werden«, sagt der Präsident zu IDF-Angehörigen

 23.04.2026

Israel

Ein Kind nach dem Tod

Israelische Richter erlauben der Familie der getöteten Geisel Yotam Haim die Verwendung von dessen Sperma, um einen Enkel zu zeugen

von Sabine Brandes  23.04.2026

Krieg gegen Iran

Medienbericht: Trump will Mullahs nur wenige Tage Zeit geben

Als der US-Präsident am Dienstag einseitig eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran verkündete, nannte er keine neue Frist. Unbegrenzt verlängern, will er sie US-Medien zufolge aber nicht

 22.04.2026

Nachrichten

Wohnen, Defizit, Währung

Meldungen aus Israel

von Sabine Brandes  22.04.2026

Nahost

Voller Vorurteile

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  22.04.2026

Kommentar

Was hat der Konflikt mit dem Iran Israel gebracht?

Eine ernüchternde Bilanz von Roman Haller

 22.04.2026