Nahost

Angehörige israelischer Geiseln stechen Richtung Gaza in See

Angehörige der verbleibenden Geiseln, die regelmäßig für eine Freilassung demonstrieren, sind nun auf dem Seeweg in Richtung Gaza aufgebrochen. Foto: Copyright (c) Flash 90 2025

Angehörige israelischer Geiseln sind von der Küstenstadt Aschkelon aus mit Booten in Richtung des Gazastreifens in See gestochen. Sie wollen mit der Protestaktion auf das Schicksal ihrer Liebsten aufmerksam machen und ihnen »so nahe wie möglich sein«, wie das Forum der Geisel-Angehörigen mitteilte.

Die Segel-Aktion wurde »Schajetet 50« getauft, auf Deutsch »Flotille 50« - mit Blick auf die 50 verbliebenen Geiseln in der Gewalt der palästinensischen Terrororganisation Hamas. Noch 20 davon sind nach israelischen Angaben noch am Leben. Sie werden jedoch ausgehungert und gefoltert, wie aus Berichten ehemaliger Geiseln und Videos der Terroristen hervorgeht. Viele Geiseln hat die hamas seit Oktober 2023 ermordet.

Lesen Sie auch

Das israelische Nachrichtenportal »ynet« berichtete, die Fahrt zu See in Richtung Gaza werde etwa zwei Stunden dauern. Von einem Punkt in der Nähe des Gazastreifens wollten die Familien versuchen, laut zu rufen, »in der Hoffnung, dass die Botschaften sie (die Geiseln) erreichen und ihnen Hoffnung geben«. Die Veröffentlichung von Gräuel-Videos mit Bildern zweier abgemagerter Geiseln hatte in Israel zuletzt für Entsetzen gesorgt. 

Dem Nachrichtenportal zufolge warnten die Teilnehmer der Aktion beim Auslaufen, ein Plan der israelischen Führung zur vollständigen Einnahme des Gazastreifens, der am Abend gebilligt werden könnte, bringe die Geiseln in Lebensgefahr. »Die Rückkehr aller 50 Geiseln nach Hause – das ist das einzige Siegesbild«, hieß es demnach in der Mitteilung. dpa/ja

Jerusalem

Netanjahu: Israel hat iranische Bombe verhindert

Israels Premier bezeichnete den Angriff auf den Iran als »größte Luftoperation« in der Geschichte des Landes

 22.06.2026

Bildung

Israel setzt auf Künstliche Intelligenz im Englischunterricht

Der Start des Programms fällt in eine Phase, in der die Schulen des jüdischen Staates mit erheblichen Problemen beim Sprachenunterricht kämpfen

 22.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  22.06.2026

Süd-Libanon

Israelische Armee entdeckt Hisbollah-Tunnel mit Raketenstellungen

Die Raketenschächte sind durch Luftangriffe nur schwer oder gar nicht vollständig zerstörbar, so die IDF. Die Terroristen hätten den Tunnel für unterschiedliche operative Zwecke genutzt

 22.06.2026

Absichtserklärung

Trumps Frieden – Irans Sieg

Während der US-Präsident das Memorandum mit Teheran als Durchbruch feiert, warnen Experten in Israel vor Zugeständnissen bei der Atomfrage und im Libanon

von Sabine Brandes  21.06.2026

Jerusalem

Umfrage: 92 Prozent der Israelis sehen Iran als Kriegssieger

Nur wenige Israelis halten die Kriegsführung ihrer Regierung für erfolgreich. Die Mehrheit sieht eine geschwächte Sicherheit und unerreichte Ziele.

 21.06.2026

Jerusalem

Israel lehnt Einschränkungen im Kampf gegen Hisbollah ab

Verteidigungsminister Israel Katz kündigt an, dass die israelische Armee auch weiterhin »Maßnahmen zur Beseitigung von Bedrohungen« im Südlibanon ergreifen könne

 21.06.2026

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Safed

Festgenommene Hisbollah-Terroristen in zivilem Krankenhaus in Nordisrael behandelt

Im Ziv Medical Center in Safed waren die libanesischen Patienten einem Zeitungsbericht zufolge gefesselt und wurden rund um die Uhr von Soldaten bewacht

 19.06.2026