Tiferet Israel

Sefarden sitzen auf neuen Stühlen

Edel und elegant: die Synagogenbestuhlung Foto: Mike Minehan

Um ihre Finanzierung wurde mehrere Jahre lang gestritten, nun stehen die neuen Stühle in der Sefardischen Synagoge »Tiferet Israel«. Außerdem wurde die Betstube saniert. So wurden beispielsweise neben der Bestuhlung eine neue Bimah, ein Toraschrank und ein Tableau mit den Namen der Verstorbenen gespendet. »Außerdem wurde im Gebetsraum Parkett verlegt, Linoleum im Flur, die Wände sind gestrichen und die Küche ist komplett neu eingerichtet«, sagt Grigorij Kristal, Kultus- und Baudezernent der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.

Maurice Elmaleh, Gabbai der Synagoge, freut sich. Denn er hatte immer darauf hingewiesen, dass die Synagoge renoviert werden müsse. Nur hatte die Gemeinde dafür zunächst kein Geld, also sprangen private Unterstützer ein. Unter den Geldgebern waren neben dem Geschäftsmann Rafi Roth unter anderen auch die Gemeindevorsitzende Lala Süsskind, die aus ihrer privaten Schatulle einen Zuschuss gab. Für den neuen Kühlschrank, das Streichen der Wände und die neuen Fußbodenbeläge ist dann doch noch die Gemeinde aufgekommen. Ferner habe sie die Kosten für den Transport und die Montage übernommen, so Kristal. Insgesamt sei so ein fünfstelliger Betrag zusammengekommen. Die Beter seien nun sehr zufrieden und glücklich, meint Elmaleh.

Standort So hergerichtet, werde der Standort wahrscheinlich doch zur »dauerhaften Lösung«, denkt Kristal. Derzeit werde nicht mehr nach neuen Räumlichkeiten gesucht. Die Passauer Straße sollte eigentlich nur eine Zwischenlösung sein, da das Landeskriminalamt in einem Gutachten festgehalten habe, dass an dieser Stelle die Sicherheit nicht optimal gewährleistet werden könne. Doch konnte die Gemeinde bislang keine alternativen Standorte finden.

Lange zuvor war bereits einige Zeit ein Platz für den sefardischen Minjan gesucht worden, der sich seit 2000 in den Privaträumen von Rabbiner Awraham Daus in der Joachimstaler Straße traf. 2006 konnte dann in der Passauer Straße 4 die Synagoge Tiferet Israel eröffnet worden. Hier amtiert der Gemeinderabbiner Reuven Yaacobov. Jahrelang kämpften er und die Beter um eine neue Bestuhlung und eine Verschönerung ihrer Räume. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, drohte der ehemalige Gabbai Isaak Behar sogar mit dem Austritt aus der Einheitsgemeinde und legte schließlich sein Amt als Gemeindeältester nieder.

Bundeswehr

»Wir sind Partner auf Augenhöhe«

Am 21. Juni 2021 begann die jüdische Militärseelsorge bei der Bundeswehr. Militärbundesrabbiner Zsolt Balla zieht nach fünf Jahren eine positive Zwischenbilanz

 18.06.2026

Magdeburg

Juden in Sachsen-Anhalt: Lebendige Gemeinden und Antisemitismus

Nach dem antisemitischen Anschlag vom 9. Oktober 2019 in Halle (Saale) hat Sachsen-Anhalt 2020 ein Landesprogramm für jüdisches Leben beschlossen, um die jüdische Gemeinschaft zu fördern und zu schützen

 17.06.2026

Frankfurt am Main

Jüdische Gemeinde zeichnet Jugendengagement mit Beni-Bloch-Preis aus

»Wir ehren unser langjähriges Vorstandsmitglied Benjamin Bloch sel.A. und erinnern damit an seinen Einsatz für die jüdische Gemeinschaft«, sagt der Vorstandvorsitzende der Gemeinde, Benjamin Graumann

 01.06.2026

Fest

Magdeburger Synagogen-Gemeinde hat neue Torarolle eingeweiht

Mit dem Fest der Toravollendung konnte die neue Torarolle der Magdeburger Synagogen-Gemeinde eingeweiht werden. Traditionell wurden die 5 Bücher Mose von einem Sofer genannten Schreiber in Israel angefertigt

von Thomas Nawrath  20.05.2026

Berlin

»Ein leuchtendes Beispiel«

Jüdische Gemeinde Chabad zeichnet die First Lady Elke Büdenbender für ihr Engagement zur Stärkung jüdisches Lebens in Deutschland aus

 20.05.2026

Chemnitz

Ausstellung zum Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz

»Jetzt erst recht!«: Eine Ausstellung im Staatlichen Museum für Archäologie erinnert an den mutigen Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz 1945

 18.05.2026

Baden-Württemberg

»Voices of Hope« - Stuttgart ist Bühne für Jewrovision

Die Veranstalter sprechen vom größten jüdischen Gesangs- und Tanzwettbewerb Europas: Am Freitag startet die Jewrovision in Stuttgart. Vorbild ist der ESC, der parallel in Wien stattfindet - jedoch mit anderen Tönen

von Leticia Witte  12.05.2026

Anschlag

Hakenkreuz an Synagoge in Cottbus

Innerhalb weniger Tage ist die Cottbuser Synagoge zweimal von Unbekannten beschmiert worden. In der Nacht zum Montag wurde an der Fassade ein Hakenkreuz entdeckt. Zeitgleich wurde ein alternatives Wohnprojekt mit einer Rauchbombe attackiert

 27.04.2026

Berlin

Berliner Rabbinerin wird Präsidentin der Rabbinical Assembly

Mit Gesa Ederberg übernimmt erstmals eine Europäerin das Spitzenamt der internationalen Organisation

 18.03.2026