München

In Erinnerung an Jony

Als Robby Rajber, der Präsident des TSV Maccabi München, am Sonntag die neue Multifunktionshalle auf dem Vereinsgelände offiziell ihrer Bestimmung übergab und damit einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des jüdischen Sportvereins setzte, mischte sich in die Freude auch Trauer.

Der Name der neuen Sportanlage, »Jony-Halle«, gibt eine Antwort darauf. Sie ist Jonathan Simon sel. A. gewidmet, einem Sportler aus Leidenschaft, der vor fünf Jahren mit gerade einmal 21 Lebensjahren in Ecuador tödlich verunglückte.

Unterstützung Zur feierlichen Eröffnung der »Jony-Halle« im Rahmen des Kurt-Landauer-Jugendfußballturniers waren mehrere Familienangehörige von Jonathan erschienen, auch seine Mutter Ronit mit ihrem Ehemann Andrés. Bei ihnen bedankte sich Robby Rajber ganz besonders, denn ohne ihre finanzielle Unterstützung hätte die Halle nicht errichtet werden können. Eine Cousine Jonathans betonte, wie wichtig für die Familie ein Ort sei, der ein würdiges und immerwährendes Erinnern ermöglicht. Diese Ansicht vertritt auch IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch, die Jonathan noch gut in Erinnerung hat.

Für die rund 1000 Maccabi-Mitglieder ist die Freilufthalle vom Hersteller McArena – eine Hybrid-Lösung aus Sportplatz und -halle – ein elementarer Fortschritt im täglichen Training. »Endlich können wir unseren Mitgliedern ganzjährig Trainingsmöglichkeiten anbieten, und das Ganze auch noch an der frischen Luft«, freut sich Robby Rajber.

Das 30 mal 15 Meter große Kunstrasenspielfeld ist für Hockey-, Tennis-, Fußball- und Volleyballspieler ideal. Die modernen LED-Leuchten sorgen außerdem für optimale Lichtbedingungen. »Durch die neue Anlage entstehen Sport- und Trainingsmöglichkeiten, von denen wir bisher nur träumen konnten«, so Rajber.

Fitness Die »Jony-Halle«, die auf zwei ehemaligen, wenig genutzten Tennisplätzen entstand und den Worten des Maccabi-Präsidenten zufolge auch für Gesundheits- und Bewegungsangebote sowie für Fitness- und Sportkurse zur Verfügung steht, lässt sich allerdings auch kurzfristig in eine Eventfläche umfunktionieren. Ein modulares Abdecksystem sorgt dafür, dass auch Ehrungen, Feste oder sonstige Veranstaltungen des Vereins problemlos über die Bühne gehen können. Ein hochwertiges Audio- und Musiksystem gehört ebenfalls dazu.

Mit dem TSV Maccabi freute sich auch Matthias Prinz, Geschäftsführer des Freilufthallen-Herstellers McArena. Beim Sport, sagte er, komme es nicht auf Alter, Geschlecht oder Herkunft an, sondern auf Werte wie Fair Play, Respekt vor dem Gegner und Teamgeist.

»Bereits in den ersten Gesprächen mit den Verantwortlichen wurde spürbar, dass in einem multikulturellen Sportverein wie dem TSV Maccabi München diese Werte nachhaltig vermittelt werden«, so Prinz. »Wir freuen uns daher sehr, dass wir mit der Freilufthalle einen Betrag zur Weiterentwicklung dieses tollen Vereins leisten können.«

Frankfurt

Jüdische Gemeinde Frankfurt erhöht Druck auf Hessischen Rundfunk

Im Streit um das in der NS-Zeit enteignete Grundstück der örtlichen B’nai-B’rith-Loge stehen nun auch personelle Konsequenzen im Raum

 25.09.2026

Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Grünen-Ministerin Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit

 14.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Berlin

Wahlkampfdebatte im Gemeindehaus

Die Jüdische Gemeinde lud anlässlich der bevorstehenden Wahl die Spitzenkandidaten von CDU, Linken, Grünen und SPD zum Podiumsgespräch. Am Ende wurde mal wieder über Antisemitismusdefinitionen gestritten

von Debora Eller  10.09.2026

Viktoria Ladyshenski

Schleswig-Holstein

»Wir packen unsere Koffer«

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, warnt, dass die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen wird

 08.09.2026

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Seit Jahren können Schulklassen für Fahrten zu Gedenkstätten Zuschüsse beim Land Sachsen-Anhalt beantragen. Künftig soll auch jüdisches Leben sichtbar gemacht werden, weshalb das Land die Förderung ausweitet

 31.08.2026

Ehrung

Rabbiner Andreas Nachama erhält Berliner Moses-Mendelssohn-Preis         

Er gilt als eine zentrale Figur des jüdischen Lebens in Deutschland: der Rabbiner und Publizist Andreas Nachama. Nun erhält er eine besondere Auszeichnung

von Daniel Zander  31.08.2026

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

 20.08.2026