Die jüdische Gemeinde Chabad Berlin holt ihr Straßenfest zu ihrem 30-jährigen Bestehen am 30. August nach.
Besucherinnen und Besucher könnten an Stationen die jüdische Tradition, Kultur, Musik und Kulinarik erleben, teilte die Gemeinde am Donnerstag in Berlin mit. Zum Festakt werde der Regierende Bürgermeister der Hauptstadt, Kai Wegner (CDU), erwartet. Das eigentlich für Ende Juni geplante Fest war wegen der damaligen Hitzewelle verschoben worden.
Das Jubiläumsfest verbinde Geschichte, Gegenwart und Zukunft jüdischen Lebens in Berlin. Zur Zukunft gehöre auch die geplante, neue Synagoge der Gemeinde, mit deren Bau im nächsten Jahr begonnen werden soll. Mittels eines virtuellen Einblickes könnten Besucherinnen und Besucher diese schon jetzt erleben, hieß es.
Projekt »Tora für Deutschland«
Auf dem Fest starte zudem das Projekt »Tora für Deutschland«. Dabei soll eine Ausgabe der jüdischen Tora, die schriftliche Grundlage des Judentums, vollständig in Deutschland geschrieben werden. Die ersten Buchstaben sollen während der Feier festgehalten werden. Im Verlauf des Projekts bekämen bedeutende Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft die Möglichkeit, einzelne Buchstaben selbst einzutragen. Das Fest soll am »Jüdischen Campus« in Berlin-Wilmersdorf gefeiert werden. epd