Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Weill-Synagoge in Dessau Foto: picture alliance / SZ Photo

Das Land Sachsen-Anhalt wird künftig auch Schülerfahrten zu den jüdischen Gemeinden im Land finanziell unterstützen. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit dem Landesverband Jüdischer Gemeinden in Sachsen-Anhalt wurde am Montag in Dessau-Roßlau unterzeichnet, teilte die Landeszentrale für politische Bildung mit.

»Junge Menschen sollten jüdisches Leben erleben können, damit sie Jüdinnen und Juden nicht nur als Teil eines Geschichtsbuchs wahrnehmen«, erklärte Bildungsminister Jan Riedel (CDU). Das könne helfen, »Vorurteile abzubauen, Antisemitismus entgegenzuwirken und ein respektvolles Miteinander zu fördern«.

Gemäß der nun getroffenen Regelung übernimmt die Landeszentrale in den Jahren 2026 und 2027 die Kosten für die Beförderung von Schulklassen zu 100 Prozent. Im Gegenzug ermöglichten die jüdischen Gemeinden in Dessau-Roßlau, Halle (Saale) und Magdeburg den Besuch ihrer Synagogen sowie die pädagogische Betreuung vor Ort, hieß es.

Jüdische Gemeinden Orte der Begegnung und des Austauschs

»Unsere Synagogen sind heute nicht nur religiöse Häuser, sondern Orte der Begegnung, des Austauschs und der Kultur«, erklärte die Vorsitzende des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt, Inessa Myslitska. Bildung bleibe »das zentrale Instrument, um Verständnis, Respekt und ein gutes Zusammenleben zu fördern«.

Bereits seit 2024 hat die Landeszentrale eine ähnliche Vereinbarung mit dem Berend-Lehmann-Museum für jüdische Geschichte und Kultur in Halberstadt und dem Museum Synagoge Gröbzig (Landkreis Anhalt-Bitterfeld). Im laufenden Jahr habe es über 150 Schülerfahrten zu diesen Gedenkorten gegeben. epd

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