Dresden

Zeichen gegen Antisemitismus

Synagoge in Dresden Foto: dpa

Zum zweiten Mal hat anlässlich des jüdischen Holocaustgedenktages Jom Haschoa am Sonntag ein »Marsch des Lebens« in Dresden stattgefunden.

Er führte vom ehemaligen Leipziger Bahnhof entlang markanter Orte jüdischen Lebens in Vergangenheit und Gegenwart zum Neumarkt, wie die Veranstalter mitteilten. Die Versöhnungs- und Gedenkmärsche werden dieses Jahr in weltweit 80 Städten ausgerichtet. Sie sollen ein Zeichen gegen Antisemitismus und für die Freundschaft mit Israel setzen.

ehrengäste Mit dem Auftakt am ehemaligen Leipziger Bahnhof sollte konkret daran erinnert werden, dass von dort 1942 und 1943 mehr als 500 Dresdner Juden mit Zügen in Ghettos und Vernichtungslager deportiert wurden. Unter den Ehrengästen beim »Marsch des Lebens« in Dresden waren auch Vertreter der israelischen Knesset. Außerdem nahmen Vertreter von Stadtverwaltung und Stadtrat Dresden, der evangelischen Kirche und der Jüdischen Gemeinde Dresden teil. epd

Alija

Darum bleibe ich

Der 7. Oktober hat unsere Autorin zu einem anderen Menschen gemacht. Und beinahe wäre sie nach Israel ausgewandert. Vieles aber hält sie hier – aus gutem Grund

von Barbara Bišický-Ehrlich  23.07.2026

Interview

»Kiddusch mit Empanadas«

Daniela Rusowsky über die lateinamerikanische Gemeinschaft in Berlin, Melodien aus der Heimat und die Bedeutung von Kabbalat Schabbat

von Mascha Malburg  23.07.2026

Programm

Marathon-Mann, Swingende Hermline und ein festliches Triple in Karlsruhe: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 23. Juli bis zum 30. Juli

 22.07.2026

Projekt

Ein Denkmal für gefallene Soldaten und ermordete Juden

Ein Dorf will mit einer Gedenkstätte an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Das geplante gemeinsame Gedenken an gefallene Soldaten und ermordete Juden ruft ein unterschiedliches Echo hervor

von Jens Bayer-Grimm  21.07.2026

Berlin

Jüdisch, Queer, Selbstbewusst

Der »Pride-Shabbat« des Vereins Keshet Deutschland zeigt auch in diesem Jahr wieder, dass jüdisches und queeres Leben zusammengehören

von Leon Stork  20.07.2026

Pforzheim

Die vergessene jüdische Geschichte der Goldstadt

Vom Schwarzwald aus verkauften Juden einst Schmuck in die ganze Welt. Erst langsam wird diese Geschichte aufgearbeitet. Sie ist nicht immer glänzend – und auch noch nicht vorbei

von Mascha Malburg  20.07.2026

Porträt der Woche

»Ich wollte zum Ursprung«

Richard Ernst konvertierte zum Judentum, wurde Gärtner und Hobbymaler

von Anja Bochtler  18.07.2026

Würdigung

Im Einsatz für die Demokratie

Minister Georg Eisenreich zeichnete Engagierte in Justiz und Polizei mit dem Fritz-Neuland-Gedächtnispreis aus

von Luis Gruhler  18.07.2026

München

Bücher für alle

Der Literaturwissenschaftler Nathan Cohen sprach im Rahmen der Scholem-Alejchem-Reihe über populäre jiddische Literatur in Osteuropa

von Nora Niemann  18.07.2026