Leipzig

Ausstellung mit Fotografien von NS-Deportationen

Das Ariowitsch-Haus in Leipzig Foto: picture-alliance/ dpa

Eine Ausstellung zu Deportationen von Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma sowie von »Euthanasie«-Opfern in der NS-Zeit ist in Leipzig zu sehen. Unter dem Titel »Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938-1945« zeigt sie von Dienstag an im Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus ausgewählte Fotografien aus mehreren Städten, teilte das Ariowitsch-Haus am Donnerstag in Leipzig mit. Zwischen 1938 und 1945 wurden den Angaben zufolge mehr als 200.000 Menschen aus dem Deutschen Reich deportiert.

Grundlage der Ausstellung ist das Forschungsprojekt #LastSeen der Arolsen Archives bei Kassel, das seit 2021 weltweit Bilder sichert, sammelt und erforscht. Die Fotofunde werden im digitalen Bildatlas #LastSeen veröffentlicht. Aus fast 70 deutschen Städten wurden bisher fotografische Dokumente gesichert.

Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen

Die Ausstellung in Leipzig ist bis zum 14. September zu sehen. Sie ist Teil des »Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen 2026«. In Leipzig sind bis Dezember noch rund 100 Veranstaltungen zum Themenjahr »Tacheles« geplant. Sachsenweit sind es insgesamt mehr als 1.000 Programmpunkte, darunter Konzerte, Ausstellungen, Theateraufführungen und Lesungen.Neben Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Plauen und Görlitz sind auch kleine Kommunen beteiligt. Das Themenjahr war am 14. Dezember 2025 in Chemnitz eröffnet worden und findet noch bis zum 12. Dezember statt. epd

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