Schalom Aleikum

»Vertrauen und Offenheit«

Der dritte Band von »Schalom Aleikum« erscheint im Verlag Hentrich & Hentrich

Schalom Aleikum

»Vertrauen und Offenheit«

Das dritte Buch zur jüdisch-muslimischen Dialogreihe des Zentralrats der Juden wird heute präsentiert

 14.12.2020 13:23 Uhr

In Berlin findet am heutigen Montag um 16.30 Uhr die Schalom-Aleikum-Jahreskonferenz »Durch unsere Augen. Junge Juden und Muslime im Dialog« statt. Dort wird der dritte Band der Buchreihe zum Dialogprojekt vorgestellt. Er trägt den Titel »Gehört werden« und lässt junge Juden und Muslime zu Wort kommen.

Das Buch wird bei einer Podiumsdiskussion mit Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, und Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, präsentiert.

Am Gespräch nehmen die Buchprotagonisten Meira Schatz (Osnabrück) und Ekrem-Hamza Huskic (Berlin) teil. Die Runde wird von Shelly Kupferberg (rbb) moderiert. Die Veranstaltung wird mit einem feierlichen Zünden der Chanukka-Kerzen eröffnet.

»Ihre Suche und gleichzeitig ihr Vertrauen und ihre Offenheit mahnen uns, genau hinzuhören und für sie da zu sein.«

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland

Im zweiten Teil der Jahresabschlussveranstaltung, am Dienstag um 18.00 Uhr, treffen zwei Experten im Bereich Jugendarbeit, Ben Salomo und Burak Yilmaz, bei einer Podiumsdiskussion auf die jungen engagierten Buchprotagonistinnen Jasmin Zeitun und Karolina Becker (beide Osnabrück). Sie tauschen sich über ihr soziales Engagement gegen Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit aus. Moderiert wird das Gespräch von Saba-Nur Cheema (Bildungsstätte Anne Frank). Zum Abschluss gibt es eine Performance von der Sängerin Mascha Ray.

MITEINANDER Josef Schuster sagte vorab: »Die komplex verzweigten jüdischen und muslimischen Familiengeschichten spiegeln sich in der Identität der jungen Menschen wider und fließen in ihre Wahrnehmung von ihrem Leben in Deutschland ein. Sie alle suchen noch ihren Weg zu einem gesellschaftlichen Miteinander, dabei haben sie eine recht klare Vorstellungen wie dieses Miteinander aussehen sollte. Wir als Erwachsene müssen uns fragen, was wir den jungen Menschen in diese Richtung anbieten können. Ihre Suche und gleichzeitig ihr Vertrauen und ihre Offenheit mahnen uns, genau hinzuhören und für sie da zu sein.«

https://www.facebook.com/schalomaleikum/posts/1071284320007557

Annette Widmann-Mauz erklärte im Vorfeld der Veranstaltung: »Miteinander findet immer dort statt, wo Menschen sich begegnen und ins Gespräch kommen. So ist es auch bei Schalom Aleikum: Musliminnen und Muslime, Jüdinnen und Juden teilen mit uns ihre Erfahrungen und ihre Sicht auf unser gemeinsames Land. Sie erzählen offen, berührend und nachdenklich über ihren Alltag, ihre Gefühle und manchmal auch über die Herausforderung, in Deutschland anzukommen, selbst wenn sie hier geboren sind. So entstehen spannende Begegnungen und auch die Erkenntnis, wie viel man doch miteinander gemein hat.«

GEDANKEN Zentralratsgeschäftsführer Daniel Botmann und »Schalom Aleikum«-Projektleiter Dmitrij Belkin sagten vorab: »Die Gedanken der jungen Akteure des Dialogs, die in diesem Band zusammenkommen, sind aufregend offen, oft ungefiltert direkt, aber stets hoffnungsvoll und auch meistens positiv. Sie wollen vor allem eines: glücklich sein.«

Das Dialogprojekt geht 2021 in sein drittes Jahr. Dazu erklärten Botmann und Belkin: »Das wird ein Jahr der Veranstaltungen, ein Jahr von kreativen Konzepten, wissenschaftlichen Schlussfolgerungen und neuen Büchern sein.« ja

Der erste Livestream wird auf Facebook und YouTube am 14. Dezember 2020, von 16.30 bis 17.45 Uhr gesendet. Der zweite Teil der Jahresveranstaltung wird am 15. Dezember, von 18 bis 19 Uhr ausgestrahlt. Die Aufnahmen werden bei Facebook und YouTube wiederaufrufbar sein.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Brandenburg

An einem Mittwoch in Cottbus

Was geschieht an einem ganz normalen Tag in einer jüdischen Gemeinde? Wir waren vor Ort und begegneten Menschen zwischen Chorproben und Amtsterminen

von Leon Stork  16.08.2026

München

Für die junge Generation

Künftig wird Rabbiner Elie Dues als Jugendrabbiner die religiöse Arbeit der Israelitischen Kultusgemeinde unterstützen

von Luis Gruhler  16.08.2026

Porträt der Woche

»Mein Glück war Alfred«

John Günther ist Künstler, religiös und lebte 62 Jahre mit seinem Mann zusammen

von Heike Linde-Lembke  16.08.2026

Leipzig

Ausstellung mit Fotografien von NS-Deportationen

Mehrere Hunderttausend Menschen wurden in der NS-Zeit aus dem Deutschen Reich deportiert. Ein Forschungsprojekt sichert seit Jahren fotografische Dokumente. Einige zeigt jetzt das Leipziger Ariowitsch-Haus

 13.08.2026

Sachsen-Anhalt

Polizeirabbiner vor der Wahl: Erstarken der AfD bereitet Sorgen         

Mehr Begegnung zwischen Juden und Nicht-Juden - das wünschen sich Deutschlands Polizeirabbiner. Sie bilden Polizeianwärter hierzulande fort und vermitteln jüdische Kultur. Seit fünf Jahren gibt es sie

von Nina Schmedding  13.08.2026

Ferien

Spiel, Spaß, Werte

Gerade beginnt der dritte Turnus der ZWST-Machanot. Bildungsreferentin Liya Cinciper über Heimweh, Handyzeiten und Kühlung bei Hitze

von Helmut Kuhn  13.08.2026

Hitze

Kühl beten, kühl bleiben

Gemeinden und jüdische Einrichtungen bekommen die hohen Temperaturen sehr zu spüren. Einige behelfen sich mit kalten Tüchern, manche mit Ventilatoren, andere haben Klimaanlagen

von Katrin Richter  13.08.2026

Programm

Summer Open Airs in Frankfurt und Hannover, und ein Rendezvous für Hercule Poirot - mit einer Leiche

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 13. August bis zum 20. August

 12.08.2026

Wiesbaden

Hessen verlängert Staatsvertrag mit jüdischen Gemeinden

Die Zahlungen an jüdische Gemeinden steigen schrittweise

 12.08.2026