NS-Dokumentationszentrum

Mirjam Zadoff wird neue Direktorin

Mirjam Zadoff Foto: dpa

Das NS-Dokumentationszentrum München bekommt eine Direktorin. Mirjam Zadoff (43) tritt im Mai 2018 die Nachfolge von Gründungsdirektor Winfried Nerdinger an, wie das Kulturreferat der Landeshauptstadt München am Mittwoch mitteilte.

rosenfeld-lehrstuhl Die gebürtige Innsbruckerin hat derzeit den Rosenfeld-Lehrstuhl für Jüdische Studien an der Indiana University in Bloomington (USA) inne. Zadoff sei eine »sehr kompetente und versierte neue Direktorin«, die das Dokumentationszentrum international noch stärker vernetzen werde, sagte Kulturreferent Hans-Georg Küppers.

Die Geschichtsprofessorin, die sich in ihrer Forschung und Lehre vor allem mit jüdischer Geschichte, Holocaust, Rassismus, aber auch Islamfeindlichkeit und Flucht beschäftigt, hatte sich gegen mehrere Bewerber durchgesetzt. Zadoff erklärte laut Mitteilung, sie freue sich darauf, als Direktorin aktiv dazu beizutragen, »dass Rassismus, Menschenverachtung und Diktatur hier nie wieder um sich greifen können«. epd

Interview

»Da kannst du noch so viele Bücher lesen ...«

Louis Pawellek über seine Arbeit mit Holocaust-Überlebenden, die Resonanz auf seine Videos im Netz und die Bereitschaft junger Menschen, die Thematik weiterzutragen

von Christine Schmitt  08.11.2026

Josef Schuster

EKD-Synode

Zentralratspräsident: 9. November mahnt zu Widerspruch

Antisemitische Witze, rassistische Sprüche – auch im Bekanntenkreis sollte das aus Sicht von Zentralratspräsident Schuster nicht unwidersprochen bleiben. Der Würzburger Bischof Jung sieht Kirchen in der Verantwortung

 08.11.2026

München

20 Jahre jüdisches Leben im Herzen Münchens: Synagoge Ohel Jakob

Das Judentum ist seit 20 Jahren wieder mitten in der bayerischen Hauptstadt verankert

von Christiane Ried  08.11.2026

München

Erinnerung heißt Verantwortung übernehmen

Vertreter aus Politik und Gesellschaft diskutierten im Bayerischen Landtag zum Thema »Der neue alte Wahn – der moderne Judenhass«

von Esther Martel  08.11.2026

Porträt der Woche

Überlebt im Versteck

Ernst O. Krakenberger wurde als Kleinkind gerettet und war später Hopfenhändler

von Matthias Messmer  08.11.2026

München

Knobloch: »Bei der Eröffnung sind mir die Tränen heruntergelaufen«

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern spricht im Interview über die Eröffnung der Ohel-Jakob-Synagoge, den wachsenden Antisemitismus und dem Wahlsieg der Linken in Berlin

von Christiane Ried  06.11.2026

Bayern

Charlotte Knobloch wünscht sich Ilse Aigner als Bundespräsidentin

Die bayerische Landtagspräsidentin »lebt mit den Menschen, nicht über ihnen«, so Knobloch

 06.11.2026

München

Für Begegnung und Austausch

Die 40. Jüdischen Kulturtage wurden vergangene Woche mit einem großen Festakt im Cuvilliés-Theater eröffnet

von Luis Gruhler  05.11.2026

Auszeichnung

Grand Hospital Award für Waldkliniken Eisenberg

Mit einer eigenen Synagoge und einem besonderen Behandlungskonzept für jüdische Patientinnen und Patienten wurden die Waldkliniken Eisenberg bekannt. Nun erhalten sie die höchste Krankenhaus-Auszeichnung

 05.11.2026