Sport

Maccabiah Chai!

Mit 170 Athletinnen, Athleten und Offiziellen sind die Makkabäer zu den jüdischen Weltmeisterschaften nach Israel gereist, die bis zum 14. Juli stattfinden. Wir haben nach ihren Erwartungen und Wünschen gefragt.

Rachel Maisels, 18, Basketball
Was ist dein persönliches Ziel bei der Maccabiah?
Mein persönliches Ziel ist es, eine tolle Zeit zu haben. Ich freue mich, neue Leute kennenzulernen und sowohl sportlich als auch persönlich gemeinsam zu wachsen.

Was hilft dir vor Wettkämpfen?
Vor einem Spiel halte ich gern an meiner Routine fest: entspannt aufstehen und anschließend in Ruhe frühstücken. Ich nehme mir bei allem Zeit und lasse mich nicht stressen.

Seit wann spielst du Basketball?
Ich spiele generell seit acht Jahren Basketball, seit sechs Jahren bei Makkabi.

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Oscar Friedman, 17, Tennis
Was ist dein persönliches Ziel bei der Maccabiah?
Natürlich schöne Erinnerungen zu sammeln und einfach ganz viel Spaß zu haben. Es passiert ja nicht so oft, dass jüdische Sportler aus so vielen verschiedenen Ländern an einem Ort zusammenkommen. Mein Ziel ist es, mindestens eine Medaille zu holen. Ich habe dafür gut trainiert und fühle mich sehr fit.

Was hilft dir vor Wettkämpfen?
Ich gehe immer spazieren und höre dabei ganz entspannte Musik. Ich muss davor auch etwas essen – Penne mit Rührei. Ich telefoniere mit meiner Freundin und höre, bevor ich auf den Platz gehe, diesen einen Song »Far Away« von Yebba (feat. A$AP Rocky).

Das Motto der Maccabiah lautet »More Than Ever«. Was ist dein »MTE«-Moment?
Das ist das Gefühl, dass sich alle gemeinsam auf die Maccabiah vorbereitet haben. Auch wenn sie im vergangenen Jahr nicht stattfinden konnte. Ich erinnere mich an einen Tennis-Lehrgang im April in Frankfurt, an dem wirklich viele teilgenommen haben. Es war eine richtige Aufbruchsstimmung zu spüren, und auch das war für mich so ein »More Than Ever«-Moment.

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Kai Lippmann, 26, Judo
Was ist Ihr persönliches Ziel bei der Maccabiah?
Mein Ziel ist auf jeden Fall, mit einer Medaille von der Maccabiah zurückzukommen. Im besten Fall fliege ich mit Gold nach Hause. In erster Linie muss dabei der Kopf mitspielen, und ich muss »cool« bleiben. Ich probiere einfach, Spaß zu haben und jeden Kampf zu genießen. Das hat bei den vergangenen deutschen Meisterschaften vor ein paar Wochen sehr gut funktioniert. Ich habe ein sehr gutes Turnier kämpfen können und mich von den 64 besten Judokas aus Deutschland in meiner Gewichtsklasse auf den 7. Platz vorgekämpft.

Was hilft Ihnen vor dem Wettkampf?
Vor dem Wettkampf höre ich immer Musik, die mich in die richtige Stimmung bringt. Das Genre und die Lieder sind oft unterschiedlich, je nachdem, welche Musik ich derzeit cool finde. Des Weiteren habe ich meine feste Aufwärmroutine, die mir Sicherheit gibt. Dabei gehe ich die Dinge durch, die ich seit vielen Jahren tagtäglich trainiere.

Was ist Ihr »More Than Ever«-Moment?
Ich darf bereits zum zweiten Mal die Deutsch-Jüdische-Nationalmannschaft bei der Maccabiah vertreten. Letztes Mal habe ich mich leider beim Kampf um die Bronze-Medaille durch einen unaufmerksamen Fehler schlagen lassen. Diesmal werde ich alles auf der Matte lassen und mein Bestes geben. Denn die Medaille möchte ich dieses Mal »more than ever«.

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Tomasz Walter-Zapart, 48, Coach, Basketball
Was ist Ihr persönliches Ziel bei der Maccabiah?
Ich wünsche mir, dass alle drei Basketball-Nationalteams von Makkabi Deutschland ihre Bestleistungen bei der Macca­biah abrufen können und wir am Ende mit mindestens einer Team-Medaille nach Hause fliegen. Vor allem aber freuen wir uns alle, gegen Top-Teams aus der ganzen Welt spielen zu können und wunderschöne Erinnerungen fürs Leben mitzunehmen.

Was hilft Ihnen vor dem Wettkampf?
Für die meisten Sportler ist vor dem Wettkampf Routine wichtig. So bleibt man fokussiert und kommt in keine negative Stresssituation. Denn Sport ist natürlich auch Kopfsache. Wer positiv angespannt ist, kann im Wettkampf sein maximales Leistungsvermögen abrufen. Deshalb bedarf es beim Turnier einer guten Planung und Vorbereitung. Für die guten Vibes auf dem Weg zur Halle sorgt der Song »Tel Aviv« von Omer Adam.

Was ist Ihr »More Than Ever«-Moment?
Wir haben uns mehr als zwei Jahre auf die Maccabiah vorbereitet. Es ist ein sehr gutes Gefühl, dass sie nun stattfindet und wir dabei sein können. Persönlich freue ich mich auf die Eröffnungsfeier und das Spiel der U19 gegen die USA mit vielen Jungs, die in der NCAA spielen. Man spielt nicht jeden Tag gegen Basketballer, die vielleicht schon nächstes Jahr in der NBA oder der EuroLeague zu sehen sein werden.

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Ilya Davydov, 50, reist mit seinen Söhnen David und Henry, Judo
Was ist Ihr persönliches Ziel bei der Maccabiah?
Ich denke, dass es dem Motto der Olympischen Spiele ähnelt: einfach dabei zu sein und teilzunehmen. Aber: Meine Jungs sind nicht so einfach zu besiegen. Beide sind in ihrem Sport schon sehr erfolgreich. Außerdem möchten wir als Familie viele Menschen kennenlernen; meine Kinder sollen sehen, wie schön jüdisches Leben ist.

Was hilft vor dem Wettkampf?
Viele Elektrolyte sind wichtig, und dann gehen wir vor Wettkämpfen gern zum Griechen und essen Lammkarree. Das Wiegen ist natürlich immer ein spannender Moment, denn das Gewicht muss stimmen.

Was ist Ihr »More Than Ever«-Moment?
Das ist eigentlich jeder Tag, denn jeden Tag werden wir stärker. Das ist die Botschaft des Judentums: Wir gehen nicht weg, wir bleiben als Gemeinschaft. Dass die Maccabiah nun stattfindet, ist ein Zeichen, dass das Judentum stark ist und auch weiterhin stark bleiben wird.

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Alfi Goldenberg, 46, Makkabi-Präsidium
Was ist Ihr persönliches Ziel bei der Maccabiah?
Ziel Nummer eins ist erst einmal, alle gesund und munter wieder nach Hause zu bringen. Und dass wir in Israel die bestmögliche Zeit haben und hoffentlich mit viel Metall im Gepäck wieder zurückkommen.

Was hilft Ihnen vor dem Wettkampf?
Der Motivationstanz auf dem Precamp, das wir kürzlich in Duisburg abgehalten haben. Das macht unser sportlicher Leiter Miro, wie man es aus Klubanlagen kennt. Die ganze Delegation schwingt mit ein, so ein bisschen Samba aus der Hüfte mit motivierendem Klatschen. Das ist mittlerweile eine kleine Tradition geworden.

Was ist Ihr »More Than Ever«-Moment?
Das geht in der Chartermaschine schon los, wenn alle Makkabäer mit großen Fahnen da herumhüpfen. Der Einmarsch ins Teddy-Kollek-Stadion als Delegation ist immer ein besonders emotionaler Moment. Und tatsächlich ist der Bar- und Batmizwa-Tag, der mittlerweile auch immer größer wird, das nächste Highlight für mich. Unser »More Than Ever« läuft schon seit zwei Jahren, denn vergangenes Jahr wurde die Maccabiah verschoben – und jetzt geht es endlich los.

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