Berlin

Limmud Deutschland wird mit Ehrenamtspreis für jüdisches Leben ausgezeichnet

Limmud-Festival (2022, Archiv) Foto: Boaz Arad

Der Verein Limmud Deutschland mit Sitz in Berlin soll den Ehrenamtspreis für jüdisches Leben in Deutschland bekommen. Dies teilte der Beauftragte der Bundesregierung gegen Antisemitismus, Felix Klein, am Montag mit. Ein weiterer Gewinner ist die Jugendorganisation Netzer Germany. Die Preise werden am 7. September verliehen.

Limmud Deutschland hatte im Juni sein mehrtägiges Festival in Hannover als Plattform für Dialog und Austausch organisiert. »Die Organisation steht für Offenheit, gehört keiner religiösen oder politischen Strömung an und ist auch international vernetzt«, lobte Klein. Ziel sei gemeinsames Lernen. Der Verein sei ein wichtiger Multiplikator für die jüdische Gemeinschaft.

Der andere Preisträger »Netzer Germany« hat sich nach Kleins Angaben die Förderung jungen, progressiven jüdischen Lebens in Deutschland zum Ziel gesetzt. Die Mitglieder böten in ihrer Freizeit Seminare und Ferienfreizeiten an. Die Organisation widme sich jüdischen, aber auch weltlichen Themen. Die beiden Preise sind mit 5000 Euro dotiert. dpa

Kommentar

Der alte Hass trägt heute Palästinaflaggen

Wie der kulturelle Boykott Israels die Ausgrenzung von Juden normalisiert

von Sarah Maria Sander  07.06.2026

Porträt der Woche

Ein Erfolgsrezept

Esther Tscherniak leitet zwei Apotheken, ist Influencerin – und entschleunigt bewusst

von Lorenz Hartwig  07.06.2026

Maccabiah 2026

Deutsche Delegation steht fest

Das größte jüdische Sportevent findet vom 1. bis zum 14. Juli statt

 05.06.2026

POWER LIST – Germany’s Top 50

Hape Kerkeling bekommt Sonderpreis für Zivilcourage

Auch die Ärztin und Bestsellerautorin Yael Adler, Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sowie JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel wurden ausgezeichnet

von Imanuel Marcus  04.06.2026

Bildung

Zwei Orte, ein Anliegen

Yad Vashem wird eine Dependance in München und eine Außenstelle in Leipzig eröffnen. Die Freude über diesen wichtigen Beitrag zur Erinnerungs- und Gedenkkultur ist groß

von Katrin Richter  04.06.2026

Diplomatie

Lebendiges Netzwerk

30.000 Euro für die deutsch-israelische Zusammenarbeit: Botschafter Ron Prosor zeichnet vier wegweisende Initiativen aus

 03.06.2026

Nachruf

Kein Tag ohne Linie

Pavel Feinstein porträtierte Tiere, Freunde und immer wieder sich selbst. Nun ist der Maler überraschend gestorben

von Eugen El  03.06.2026

Archäologie

Forschungsgrabung zu Erfurts jüdischem Erbe beginnt im August

Bei einer archäologischen Grabung in Erfurt suchen Fachleute ab August nach Spuren des mutmaßlichen Tanzhauses der zweiten mittelalterlichen jüdischen Gemeinde. Die Archäologen hoffen auf Hinweise zur Entstehungszeit und zu späteren Umbauten

von Matthias Thüsing  03.06.2026

Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen

Leipziger Fotoausstellung zu jüdischem Leben

Die Ausstellung »Momentaufnahme. Das Fotoarchiv Mittelmann« stellt u.a. die Familie des Fotografen vor

 03.06.2026